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Tiftlingeröder Grundschüler besuchen Bioland-Käsehof in Landolfshausen

Von der Milch zum Käse Tiftlingeröder Grundschüler besuchen Bioland-Käsehof in Landolfshausen

17 Mädchen und Jungen aus der Tiftlingeröder Grundschule St. Nikolaus haben am Dienstag im Rahmen der Ferienbetreuung  den Bioland-Käsehof Landolfshausen besucht. Sie besichtigten den Betrieb und lernten die Produktion von Käse kennen.

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Landolfshausen. „Haustiere und Bauernhof ist unser diesjähriges Oberthema“, erläuterte Erzieherin Daniela Neumann.

Bereits vor rund vier Wochen sei eine Gruppe zu einem erlebnisreichen Tag auf der Weide des Hofes gewesen. Dieses Mal lernten die Gäste, wie aus Milch Käse entsteht. „Wir haben die Ziegen am Montagabend gemolken“, so Hofbetreiber Eberhard Prunzel-Ulrich. Um die Milch steril zu machen, sei sie erhitzt und dann wieder auf 35 Grad abgekühlt worden.

Von Gundula Schleu, die regelmäßig Kindergruppen auf dem Hof betreut, erfuhren die Teilnehmer, dass Milchsäurebakterien eine wichtige Rolle bei der Käseproduktion spielen. Sie sorgten dafür, dass sich Milchzucker in Milchsäure verwandele und die Zahl der nicht gewünschten Bakterien vergleichsweise klein gehalten werde.

Verblüfft waren die Kinder, welchen Effekt das Einlaben der Milch hat. Schon wenige Tropfen des Labs, das aus den Mägen von geschlachteten Kälbern stammt, genügten, damit die Milch fest wurde.

Mit der Messerprobe überprüfte Schleu die Festigkeit der entstandenen Gallerte. Sie zeigte den Kindern, die selbst aktiv werden konnten,  das Schneiden des Käsebruchs in Schachbrettform und das Austreten der flüssigen Molke. Nach weiteren Schritten wurde die Molke abgeschöpft und der Bruch in Förmchen geschöpft.

Schleu demonstrierte, dass mehrmaliges Wenden zum Entstehen eines gleichmäßigen Käses beiträgt.  Die Kinder erfuhren, was sie und ihre Eltern zu Hause noch alles tun müssen, bis der Käse am nächsten Mittag fertig ist.

„Ich hätte nie gedacht, dass man Käse in Behältern macht“, sagte die zehnjährige Hanna und ergänzte, dass sie gerne Gouda isst. „Interessant, was da alles so reinkommt“, meinte die gleichaltrige Lisa und dachte an das Lab. Für die achtjährige Emily war wichtig, „dass wir selber Käse machen und auch in den Stall schauen können.“

Von Axel Artmann

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