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„Tigerland Action Force“ veranstaltet Bootcamp in Göttingen

Wie die US-Marines „Tigerland Action Force“ veranstaltet Bootcamp in Göttingen

Eine Veranstaltung, wie sie die Region bisher noch nicht gesehen hat, wird Mitte April die Menschen in voraussichtlich höchst unterschiedlicher Weise mobilisieren: Am Wochenende, 18. und 19. April, wird an einem noch nicht genauer bekannten Ort im Landkreis Göttingen ein „Operator Bootcamp“ der „Tigerland Action Force“ ausgerichtet.

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Quelle: Tigerland Action Force/Stahl

Göttingen. Das kündigt „Tigerland“-Chef Scotty Stahl an. Bei seinem Bootcamp unterziehen sich die Teilnehmer freiwillig einer Extrem-Tortur. Angelehnt ist das Spektakel an der knallharten Ausbildung des US-Militärs. Afghanistan-Veteran Stahl: „Zuerst stecken wir die Leute in Geländewagen, dann in die Uniform. Was dann kommt, geht bis an die Belastungsgrenze.“ Dazu zählen Gepäckmärsche, Spezialaufgaben, Orientierungsmärsche, taktischer Drill und Schlaf- und Essensentzug. Tigerland stellt Kampfjacke und Kampfhose, dazu Rucksack, Koppel und „einsatzspezifische Ausrüstung“.

Wer alles durchhält und die gestellten Aufgaben zufriedenstellend erledigt, bekommt sein Startgeld zurück. Wer nicht, muss nicht nur zahlen, sondern damit rechnen, während des Drills angeschrien und anderweitig unter Druck gesetzt zu werden. „Es geht mehr um deinen Willen als um deine Fitness“, heißt es denn auch auf der Tigerforce-Seite im Internet.

Mitbringen müssen oder sollen die Teilnehmer neben wetterfester Kleidung unter anderem Taschenlampe, Mullbinden, Pflaster und einen Kompass. Und: „Wir empfehlen, die gesamte Ausrüstung vorzugsweise in Olivgrün, Schwarz oder zumindest gedeckten Erdfarben“ zu halten.

Stahl legt Wert darauf, dass seine Veranstaltung, ein „Bootcamp wie die Marines“, alles andere als rechtslastig ist. Seine „Tigerland Action Force“ sei eine „Nazi-freie Zone“ – so steht es auch auf Stahls Internet-Seite. Es gehe allein um den Spaß daran, sich extremen körperlichen und mentalen Herausforderungen zu stellen – und sie zu bestehen. Waffen gibt es nicht, und „Frauen werden bei uns absolut gleichberechtigt behandelt“. Persönliche Beleidigungen, beim US-Original nicht unüblich, seien ebenfalls tabu, versichert Stahl.

Laut Veranstalter haben sich bereits sieben Frauen für die Teilnahme am Göttinger Bootcamp angemeldet. Als Veranstaltungsort angegeben ist bislang nur „Großraum Göttingen, Niedersachsen. Treffpunkt und Details folgen.“ Angemeldet ist das paramilitärische Spektakel beim Landkreis Göttingen nicht. Eine derartige Veranstaltung sei „nach ordnungsrechtlichen oder gewerberechtlichen Vorschriften nicht anmeldepflichtig“, so Sprecherin Andrea Riedel-Elsner.

Wer beim Bootcamp mitmachen oder sich auch nur informieren will, muss die Tigerland-Website besuchen.

Der Artikel wurde um 19.42 Uhr aktualisiert.

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