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Tingatinga-Malerei bringt Göttinger Schüler zusammen

Tansanische Kunstform Tingatinga-Malerei bringt Göttinger Schüler zusammen

Die Schüler der Klasse 5b des Hainberg-Gymnasiums haben zusammen mit Flüchtlingen der Sprachlernklasse an der Käthe-Kollwitz-Schule die Tingatinga-Malerei kennengelernt. Dabei handelt es sich um eine tansanische Kunstform, die der Künstler und Kinderbuchautor John Kilaka den Schülern vorgestellt hat.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. Seit vielen Jahren reist Kilaka mit seinen Workshops durch die Schulen Europas. „Das traditionelle Geschichtenerzählen stirbt aufgrund der ganzen Technologie aus“, sagt der Künstler. Er wolle dem entgegenwirken, indem er Kindern die ursprüngliche Geschichtenerzählung mit Unterstützung bunter Bilder wieder näher bringt.

Zu Beginn des Projekttages liest Kilaka aus seinem Buch „Der wunderbare Baum“, aber er liest nicht nur vor – er spielt die Geschichte und imitiert die Tiere. Die Kinder sind so begeistert, dass sie anfangen mitzumachen. Danach werden in Gruppen Bilder, passend zur Geschichte, auf große Platten gemalt. Diese sollen in Zukunft den Eingangsbereich der Schule zieren. „Herr Kilaka ist zu jedem Tisch einzeln gekommen und hat die Bilder vorgemalt. Wir dürfen sie farblich gestalten“, sagt Antonia. An jedem Gruppentisch sitzt ein jugendlicher Flüchtling. Sie sind etwas älter als die Schüler des Hainberg-Gymnasiums. „Hiltrud Althaus hat 14- bis 17-jährige Schüler ihrer Sprachlernklasse mitgebracht, weil die Jüngeren noch zu schüchtern sind“, erzählt Kerstin Klein, Klassenlehrerin der Unesco-Projektklasse.

Der 15-jährige Ali aus Afghanistan ist begeistert: „Das ist ein toller Tag. Am liebsten würde ich jede Woche einmal hierher kommen“, schwärmt er. Auch die Schüler der Klasse 5b finden das Projekt sei ein voller Erfolg. „Wir wollten was mit Flüchtlingen machen und das sie Spaß haben. Der Workshop ist toll, zusammen mit den Flüchtlingen aber noch besser, das ist was ganz anderes!“, erzählen Caroline und Johanna. Die Schule pflege durch ihre Partnerschule einen engen Kontakt zu Tansania.

Auf das Projekt der „Initiativen Partnerschaft Eine Welt“ sei die Klassenlehrerin über das Internet aufmerksam geworden. Sofort konnte sie ihre Schüler dafür begeistern. „Nicht nur die Schüler nehmen viel von dem kulturellen Austausch mit, auch Herr Kilaka ist begeistert, wie motiviert die Kinder mitarbeiten“, sagt Christiane Stieghorst, Organisatorin des von der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung unterstützten Projekts. Die Schüler sind stolz auf ihre Werke und können es gar nicht erwarten, diese dem Rest der Schule zu präsentieren.

Von Kira Gilster

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