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Tipps für den Heizöleinkauf

Leere Tanks Tipps für den Heizöleinkauf

Die kalte Jahreszeit ist im Anzug, und mancher denkt zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder an den Zeigerstand im Heizölkeller. Dort aber lauert nicht selten eine Überraschung.

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Zurzeit größere Nachfrage: Heizöllieferung an Privathaushalte.

Quelle: AP

Viele Verbraucher, sagt Wolfgang Kappei, Chef des Göttinger Heizöllieferanten Piening, hätten den vergangenen strengen Winter unter-, den Heizölstand in ihren Tanks daher überschätzt. Die Folge: „In den vergangenen Wochen hatten wir einige Notfalllieferungen, auch an Wochenenden.“

Was ebenfalls nicht selten übersehen wird: Moderne Brennwertheizungen, erläutert Kappei, reagierten empfindlicher auf die Heizölqualität. Solche Anlagen vertrügen nur das etwas teurere, schwefelarme und mit Additiven angereicherte Heizöl. „Andernfalls“, sagt Kappei, „kann es technische Probleme geben.“

Auch die Verbraucherberatungen geben Tipps für den Heizölkauf. Wer sich mit anderen Käufern zusammenschließt, kann im Regelfall einen Mengenrabatt aushandeln – auch deshalb, weil der Heizöllieferant geringere Transportkosten hat. Allerdings sollte man sich dafür nur vertrauenswürdige Nachbarn aussuchen, warnen sowohl Geschäftsführer Kappei und die Verbraucherberatung: Zahlt ein Mitbesteller nicht, ist der Auftraggeber erster Ansprechpartner für den Lieferanten. Auch im Internet gibt es Möglichkeiten, sich mit anderen Bestellern zusammenzutun.

Verbraucherschützer raten den Kunden zudem, beim Tankvorgang selbst genau hinsehen: Die Messvorrichtung sollte mit einem gültigen Siegel der Eichbehörde versehen sein. Außerdem muss der Zähler vor Beginn der Messung auf Null stehen. Während des Füllens der Tanks muss im Schauglas des Gasmessverhüters immer Heizöl sichtbar sein: Dieses Gerät soll das Messen von Luft verhindern. Tritt dennoch Luft ein, schaltet das Gerät den Messvorgang ab. Nach Ende der Lieferung ist es ratsam, die Rechnung mit dem Zählerstand am Tankwagen zu vergleichen.

Wichtig: Immer zu Beginn der Heizsaison auf der nördlichen Halbkugel der Erde steigen die Heizölpreise. Zurzeit werden im Raum Göttingen für 100 Liter Heizöl etwa 66,50 Euro, für schwefelarmes, mit Additiven versehenes Heizöl knapp 69 Euro verlangt. Da kann es sich lohnen, seine Tanks in nachfragearmen Zeiten aufzufüllen.

Wer sich über hohe Heizölpreise ärgert, sollte jedoch auch den Zustand seiner Heizanlage im Blick haben. Immer noch, sagt Piening-Chef Kappei, seien viele Heizungen modernisierungsbedürftig: „Solche Alt-Anlagen sehen wir tagtäglich.“ Schon eine regelmäßige Wartung – einmal pro Jahr – kann helfen, den Verbrauch zu drosseln. Auch eine Tankreinigung alle fünf bis zehn Jahre sei sinnvoll. Noch mehr Energie, sagt Kappei, lasse sich jedoch durch einen Kessel- oder Anlagentausch sparen. Moderne Brennwertanlagen, rechnet Kappei vor, können gegenüber älteren konventionellen Anlagen eine Ersparnis von einem Viertel bis zu einem Drittel bringen.

Von Matthias Heinzel

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