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Tipps für einen sicheren Schulweg

Tüv fordert Autofahrer zu Wachsamkeit auf Tipps für einen sicheren Schulweg

Mit dem Start ins neue Schuljahr am 3. September steht den Erstklässlern nicht nur ihre erste Unterrichtsstunde bevor, sondern auch der Weg dorthin. Die ABC-Schützen sind oft das erste Mal alleine im Straßenverkehr unterwegs.

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Leicht zu übersehen: Kinder tasten sich an Autos vorbei

Quelle: EF

Göttingen. Es gilt einiges zu beachten, denn Autos und Busse stellen für die Kinder eine Gefahr dar. „Erhöhte Aufmerksamkeit ist von allen Verkehrsteilnehmern gefordert“, sagt Ulrich Siebold, Leiter der Tüv-Station in Weende.

Kinder werden aufgrund ihrer Größe leicht übersehen und müssen sich an den parkenden Autos vorantasten, um den Straßenverkehr einsehen zu können. „Blickfeld und Hörvermögen sind bei den Kindern noch nicht so ausgereift, dass sie alles sofort zuordnen können. Sie lassen sich leicht ablenken“, so Siebold. „Außerdem muss man immer damit rechnen, dass die Kinder stolpern und auf die Straße fallen.“

In der Nähe von Schulen und Wohngebieten sollten Autofahrer daher immer bremsbereit sein. Auch die Eltern sind in der Pflicht, ihre Sprösslinge auf den Schulweg vorzubereiten und diesen mit ihren Kindern zu üben. „Der sicherste Weg ist dabei nicht immer der kürzeste“, rät Siebold.

Die Schulanfänger sollten vor allem auf besondere Gefahren aufmerksam gemacht werden. „Autofahrer, die aus Garagen oder Hofeinfahrten kommen, können die Kinder schnell übersehen“, erklärt der Tüv-Experte.

André Schmidt, Leiter der Tüv-Station am Kaufpark, empfiehlt Eltern, ihre Kinder in der ersten Zeit zu begleiten. Das Fahrrad sollten Schulkinder frühestens ab der vierten Klasse für den Schulweg nutzen, nachdem sie die Fahrradprüfung absolviert haben. „Das hohe Tempo erfordert noch mehr Aufmerksamkeit und Erfahrung“, sagt Schmidt.

Die richtige Kleidung ist ebenso wichtig. „Damit die Kleinen auch bei Dämmerlicht besser gesehen werden, empfehlen wir helle, gut sichtbare Kleidung“, sagt Schmidt. Reflektoren oder Warnwesten sorgen für zusätzliche Sicherheit.

Eltern sollten sich versichern

Damit der neue Lebensabschnitt der Kinder für Eltern nicht zum finanziellen Problem wird, sind Versicherungen sinnvoll.

Auch wenn die Kinder das siebte Lebensjahr noch nicht vollendet haben und noch nicht für einen verursachten Schaden belangt werden können, dürfen sich die Geschädigten auf die versäumte Aufsichtspflicht der Eltern berufen. „Eltern sollten deshalb darauf achten, dass ihre private Haftpflichtversicherung nicht deliktfähige Personen einschließt“, sagt Finanzexperte Andreas Kukuk.

Zudem sollten Eltern über den Abschluss einer privaten Unfallversicherung nachdenken. Bei Unfällen in der Freizeit greift die gesetzliche Variante nicht. Finanzielle Folgen durch eine mögliche Arbeitsunfähigkeit können so gemindert werden.

Von Sebastian von Hacht

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