Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Todesfall in JVA Rosdorf

Häftling liegt tot im Bett Todesfall in JVA Rosdorf

Dubioser Todesfall in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf: Freitagmorgen ist ein 35-jähriger Strafgefangener bei einer Routinekontrolle tot in seinem Bett gefunden worden.

Das bestätigte Georg Weßling, Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums, gegenüber dem Tageblatt. Die Hintergründe des Todesfalls sind noch völlig unklar: Es gebe weder Hinweise auf einen Suizid noch auf Fremdeinwirkung, so Weßling. Man müsse nun die Obduktion des Leichnams abwarten.

Auch in der JVA Rosdorf kann man sich den Vorfall nicht erklären. „Wir sind selbst überrascht“, sagte Anstaltsleiterin Regina-Christine Weichert-Pleuger. Der Mann sei seit einem Jahr in Rosdorf inhaftiert, man kenne ihn gut. Es hätten „keinerlei Hinweise“ vorgelegen, die darauf hindeuteten, „dass er sich umbringen könnte oder krank ist“. Justizvollzugsbeamte hätten ihn bei der „morgendlichen Lebendkontrolle tot im Bett aufgefunden“. Der herbeigerufene Notarzt habe keine Hinweise auf die Todesursache feststellen können.

Zuletzt war im vergangenen Juli ein Mann in der JVA Rosdorf gestorben. Er war drogenabhängig und hatte sich in seiner Zelle erhängt. Ob der gestern tot aufgefundene Häftling ebenfalls drogenabhängig war, wisse er nicht, sagte Weßling. Aufgrund der langen Haftdauer sei dies aber eher unwahrscheinlich. Der 35-Jährige saß wegen Körperverletzung und Diebstahls hinter Gittern und hätte noch rund ein Jahr Haft verbüßen müssen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Von Redakteur Andreas Fuhrmann

Bilder der Woche vom 9. bis 15. September 2017