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Todesschlucht und Lagerfeuerromantik

Städtisches Ferienprogramm am Herberhäuser Stieg Todesschlucht und Lagerfeuerromantik

Lagerfeuer, Baumhausbau und Steine-Klopfen in der „Todesschlucht“: Rund 40 Kinder und Jugendliche haben die Ferien auf dem Freizeitgelände am Herberhäuser Stieg verbracht. Mit der Tagesbetreuung sollten sie auch von Handys und Computern weggelockt werden.

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Rund 40 Kinder und Jugendliche haben die Ferien auf dem Freizeitgelände am Herberhäuser Stieg verbracht.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. 160330-goe-ferienbetreuung-HW; Tagesbetreuung der Stadt Göttingen für Kinder in den Osterferien; Herberhäuser Stieg mit Koordinatorin Marlo Becker; HW

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Marco Zimmermann hatte noch gewarnt, dass es die „goldene Regel“ sei, die Marshmallows am Stock nicht direkt ins Feuer zu halten – nur Minuten später starren einige der Sechs- bis Zwölfjährigen auf ihre lichterloh kokelnden Zuckerschaumbällchen. „Die tun eben, was sie wollen“, sagt Betreuerin Zimmermann und lacht.

Das ist auch Teilnehmern wie Lea wichtig: „Wir stimmen beim Frühstück ab, was wir machen“ erklärt sie den Tagesablauf der Tagesbetreuung. Sie hat sich entschieden, am Baumhaus zu bauen und ein Buch zu basteln. Andere der rund 40 Teilnehmer haben sich in ein von ihnen „Todesschlucht“ getauftes Tal gewagt, wo sie versuchen Rosenquarz aus dem Stein zu klopfen. Eingepackt in Regenhose und

Gummistiefel störe der Dauerregen die Kinder dabei gar nicht, glaubt Betreuerin Adine Eckert – Schmutzige Kinder seien schließlich glückliche Kinder.
Auch sonst geht es auf dem weitläufigen Freizeitgelände am Herberhäuser Stieg ums Naturverbundene: Dass Handys verboten sind, stört keinen der Teilnehmer, selbst Drinnen-Aktivitäten wie das Basteln finden eher wenig Zuspruch, berichtet Marlo Becker. Außer den Aktivitäten auf dem Gelände seien sie aber auch Schwimmen gefahren, erzählt sie weiter.

Im Gegensatz zu Ehrenamtlichen wie Eckert und Zimmermann betreut sie für die Stadt Göttingen hauptamtlich das Ferienprogramm. Damit wollte die Stadt auch für eine Betreuung sorgen, während die Eltern arbeiten - täglich von 8 bis 17 Uhr sind die Kinder unterwegs, Mittagessen inklusive.
Trotzdem fällt ihr zufolge das Osterferienprogramm kleiner aus als das Programm im Sommer: Dann sollen sich rund 100 Kinder sich auf dem Gelände tummeln. Neben einer neuen „Demokratie-Rallye“ erwarte die Teilnehmer dann wieder das volle Programm mit Besuchen bei Feuerwehr und Polizei, einem Ausflug in den Leipziger Zoo und Ähnliches. hö

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