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Tödlicher Unfall auf A7 bei Göttingen

Fußgänger wollte Fahrbahn überqueren Tödlicher Unfall auf A7 bei Göttingen

Göttingen. Tragischer Unfall auf der Autobahn 7 bei Göttingen:  Dort ist  am Sonnabend gegen 22.45 Uhr ein 41 Jahre alter Fußgänger bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt worden. Zuvor hatte der Mann offenbar versucht, die Fahrbahn zu überqueren.

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Der Touareg wurde beim Aufprall erheblich beschädigt, die Autoinsassen blieben aber unverletzt.

Quelle: Freiwillige Feuerwehr

Göttingen. Nach ersten Ermittlungen der Autobahnpolizei trat der Mann aus Göttingen zwischen der Rastanlage Göttingen-Ost und der Anschlussstelle Göttingen aus unbekannten Gründen offenbar unvermittelt auf die dreispurige Fahrbahn, vermutlich um sie zu überqueren.

Dabei wurde der 41-Jährige nach derzeit vorliegenden Informationen von einem VW Touareg aus dem Landkreis Northeim erfasst und anschließend von einem 5er BMW aus Bayern überrollt, die in Fahrtrichtung Hannover unterwegs waren, teilt die Polizei weiter mit. Die 60 und 51 Jahre alten Fahrer beider Autos sowie weitere Insassen blieben unverletzt.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern zurzeit noch an. Warum der Mann offenbar die A7 überqueren wollte, dazu gebe es noch keine Erkenntnisse, sagte eine Polizeisprecherin. Man hab diesen anhand seiner Ausweispapiere, die an der Unfallstelle gefunden wurden, identifiziert. Der 41-Jährige sei kein Patient des sich in der Nähe der Unfallstelle befindenden Asklepios Fachklinikums Tiefenbrunn, sagte die Sprecherin.

Der Mann sei der Polizei aber bereits wegen diverser Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz bekannt. Er habe keinen festen Wohnsitz gehabt.

Für die komplexe Unfallaufnahme musste die A 7 in Fahrtrichtung Hannover  bis 2.40 Uhr voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde ab dem Autobahndreieck Drammetal umgeleitet. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern zurzeit noch an.  Der im Frontbereich erheblich beschädigte Touareg wurde für eine Begutachtung durch einen Sachverständigen von der Polizei sichergestellt.

Dem Fahrer könne man aber keinen Vorwurf machen, sagte die Polizeisprecherin. Er sei nach eigenen Angaben nicht schnell gefahren, etwa 120 Kilometer pro Stunde, obwohl es auf dem Streckenabschnitt keine Geschwindigkeitsbegrenzung gebe. Der Fahrer habe "keine Chance" gehabt.

Neben mehreren Streifenwagen der Polizei aus Göttingen, Friedland und von der Autobahnpolizei waren in der Nacht auf der A 7 die Autobahnmeisterei Göttingen, das THW Hann. Münden und das THW Göttingen sowie die Freiwillige Feuerwehr Rosdorf im Einsatz.

Die Rosdorfer Feuerwehr befand sich beim Osterfeuer, als der Alarm einging. Sie machte sich nach Angaben von Gemeindebrandmeister Martin Willing umgehend mit acht Einsatzkräften zur Unfallstelle auf. Dort halfen sie dabei, die Unfallstelle auszuleuchten, um so die Ermittlungen der Polizei zu unterstützen. Später wurde die Feuerwehr vom THW Göttingen und Hann. Münden abgelöst.
"Das sind Einsätze, die keiner haben möchte", sagte Willing. Einen derartigen Unfall habe er auf der Autobahn 7 noch nicht begleitet. Vor einigen Jahren habe sich allerdings  ein ähnlicher Unfall auf der Landstraße zwischen Mengershausen und Rosdorf ereignet. Auch damals sei ein Mann zu Tode gekommen.

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