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Toiletten kosten Hann. Münden 65.000 Euro pro Jahr

Haushaltsberatung Toiletten kosten Hann. Münden 65.000 Euro pro Jahr

Im Rahmen der Haushaltsberatung hat sich der Stadtentwicklungsausschus der Stadt Hann. Münden in seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema öffentliche Toiletten befasst. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ulrich Reichel berichtete, dass seine Fraktion das Bedürfnis hatte, die 20 Stationen der Aktion „Nette Toilette“ zu testen, denn immerhin zahle die Stadt dafür 16 000 Euro pro Jahr.

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WC-Anlage auf dem Parkplatz Tanzwerder: Meist stark frequentiert und oft verschmutzt.

Quelle: Pförtner

Hann. Münden. Interessant dabei: Nur sechs seien mit einem entsprechenden Aufkleber ausgewiesen gewesen und drei beteiligte „Nette Toilette“-Partner hätten von den Nutzern ihres WCs eine zusätzliche Gebühr verlangt.

In der Sitzung stellte sich jedoch heraus, dass der Test anhand einer veralteten Liste erfolgt ist. Der Plan, den die CDU-Fraktion ihrem Test zugrunde legte, stammt von der Internetseite der Stadt und ist inzwischen veraltet. Am historischen Rathaus, so der Hinweis der Verwaltung, hänge bereits der neue Plan aus. Wie Reichel gegenüber dem Tageblatt sagte, wiederhole derzeit seine Fraktion den Test.

Die „Nette Toilette“ – Geschäfte und Gastronomen stellen ihre WCs auch für Nichtkunden zur Verfügung und erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung von der Stadt – wurde in Hann. Münden im Jahr 2008 eingeführt. Zeitgleich wurden drei öffentliche Anlagen wegen baulicher Mängel geschlossen. Bei den beiden verbliebenen städtischen öffentlichen WCs – am Tanzwerder und an der Kasseler Straße – gibt es immer wieder Probleme durch starke Verschmutzung und Vandalismus. Bürgermeister Harald Wegener (BFMü) sagte in der Sitzung: „Vor allem am Tanzwerder kann es so auf keinen Fall weitergehen“.

Hier sei zusätzlicher Reinigungsaufwand erforderlich. Zurzeit werde über eine Verpachtung der öffentlichen Anlagen nachgedacht, so dass die Stadt aus der Bewirtschaftung raus wäre. Für Personal, Reinigung, Strom, Wasser, Heizung, Bauunterhaltung, Schadensbehebung der öffentlichen WCs und für die Aufwandsentschädigung für die Anbieter der „Netten Toilette“ gibt die Stadt zurzeit rund 65 000 Euro pro Jahr aus.

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