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Totentanz bei Ritterfest auf Berlepsch

Tausende Besucher Totentanz bei Ritterfest auf Berlepsch

Tausende Besucher schon am ersten Tag, dennoch herrscht Totentanz auf Schloss Berlepsch beim traditionellen Ritter-Turnier. Schuld ist Liam Bo Skol, ein Gaukler aus Cuxhaven, der mit seinem Grusel-Gewand aus Totenköpfen, Hexenspuk und Teufelszeug den heidnischen Alb spielt, jene mythologische Gestalt, Gegenspieler der Elfen, die der Menschen Angst verkörpert - den Totentanz eben.

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Tausende Besucher schon am ersten Tag, dennoch herrscht Totentanz auf Schloss Berlepsch beim traditionellen Ritter-Turnier.

Quelle: Heller

Berlepsch. So erklärt es Skol in seinem Refarat "Angst im Wandel der Zeit".Die Kinder aber, sagt er, hätten keine Angst vor ihm. Sie ziehen - jedenfalls die Jungs - denn auch bewaffnet von dannen, wenn sie beim Ritterturnier waren. Tiefhängende Zweige müssen sich vor ihren hölzernen Schwert- und Streitaxthieben in Acht nehmen.Das Turnier mit echten kämpfenden Rittern - Vollkontakt natürlich - ist inzwischen zum Selbstläufer auf Berlepsch geworden. Acht Gruppen mit 70 Kämpfern aus sieben Nationen sind diesmal gekommen, sogar aus den USA, Dänemark, England oder den Niederlanden. Aus Polen ist zwar nur eine Kämpferin - ja, eine Frau, Vierte der Weltmeisterschaft - dabei. Die aber hat gleich eine Rüstungsschmiede aus Liegnitz mitgebracht.

Tausende Besucher schon am ersten Tag, dennoch herrscht Totentanz auf Schloss Berlepsch beim traditionellen Ritter-Turnier. © Heller

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Hier werden verbeulte Helme wieder gerichtet. Aus den Niederlanden ist ebenfalls eine Frau dabei, die mit Streitaxt in den Ring steigt. Zu Hause, so erzählt sie, ist Vollkontakt für Ritter verboten, und es gebe nur acht Kämpfer im ganzen Land. Man will auf Berlepsch Erfahrung sammeln. Denn das "Tor zum Mittelalter" hat sich als Location für Ritterspiele herumgesprochen. 26 Verkaufsstände, vier Gaukler, viele Traditionsvereine als Gäste sprechen für sich. Aus Thüringen ist gar die Landgräfin gekommen, hat mit Gefolge ihr Zelt aufgeschlagen und unterrichtet die Besucher zur Landesgeschichte. Ob die Thüringer Ritter schon um Asyl in Nordhessen gebeten haben, spottet einer. Ja, lautet die Antwort, heute vor 25 Jahren.Am Sonntag, 4. Oktober, von 11 bis 17 Uhr wird das Turnier fortgesetzt.

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