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Toter Hund am Rosdorfer Kiessee kein Job für die Polizei

Grundeigentümer muss Entsorgung veranlassen Toter Hund am Rosdorfer Kiessee kein Job für die Polizei

Es muss eine hübsche Hündin gewesen sein. Jetzt lag ihr Kadaver am Ufer des Rosdorfer Kiessees. Jessy und Marie-Céline waren schockiert. Was tun mit dem Leichenfund? Die 15 und 16 Jahre alten Mädchen riefen die Polizei – und sind jetzt enttäuscht, dass die sich für einen toten Hund nicht zuständig fühlt.

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Am Sonnabend von zwei Mädchen gefunden: Tote Hündin im Rosdorfer Kiessee.

Quelle: EF

Göttingen/Rosdorf/Friedland. Dabei war eine Streifenwagenbesatzung zum Kiessee gekommen. Die Feuerwehr zu rufen, hatten die Mädchen sich nicht getraut. Eine Passantin hatte gesagt, dass sie den Einsatz womöglich bezahlen müssen, wenn es kein Notfall sei. Maries Mutter hatte dann erst die Rosdorfer Wache angerufen, die war aber am Sonnabendnachmittag nicht besetzt.

Die Göttinger Beamten, so Marie, hätten das mit dem Hund „nicht so schlimm“ gefunden und gesagt, dass „das nicht ihr Job“ sei. Ob sie denn nicht die Vermisstenanzeigen durchsehen könnten, hatten die Mädchen noch gefragt. Nein, nur der Grundstückseigentümer, die Firma Oppermann, werde benachrichtigt, denn der habe dafür zu sorgen, dass das tote Tier weg kommt. Entweder, indem er selbst die Tierkörperbeseitigung ruft, oder, indem er das Veterinäramt einschaltet.

Bei der Gemeinde Friedland, eigentlich zuständig, weil der Kiessee auf Friedländer Gebiet liegt – was die Mädchen freilich nicht wissen konnten –, findet es Ordnungsamtsleiter Johann Schusteck „traurig“, dass die Mädchen „offenbar nicht recht erst genommen“ wurden. Hätten sie die Berufsfeuerwehr gerufen, wäre eine Informationskette über den Bereitschaftsdienst der jeweils zuständigen Gemeinde gelaufen. Diese hätte dann die Entsorgung, gegebenenfalls mit dem Grundstückeigentümer, veranlasse.

Auch beim Landkreis Göttingen verweist Andrea Riedel-Elsner darauf, dass die Gemeinden „originäre Gefahrenabwehrbehörden“ seien. Beim Fund von toten Haustieren könne über den Chip des Haustiers auch der Halter ermittelt werden, damit dieser für die Beseitigung des Kadavers sorgt. Andernfalls sei der Grundstückseigentümer in der Pflicht. Bei Wildtieren auch der jeweilige Jagdpächter. Kleinere Tiere dürfen noch selbst vergraben werden, größere muss die Tierkörperbeseitigung mitnehmen. Eine konkrete Größenangabe dazu, so Riedel-Elsner, gebe es aber in der Tierkörperbeseitigungsverordnung nicht.

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