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Tour auf dem Oldtimer unter den Mofas

Vélosolex-Fantreffen in Geismar Tour auf dem Oldtimer unter den Mofas

Ein besonderes Oldtimer-Treffen hat es am Sonnabend in Geismar gegeben. Fans des Mofas Vélosolex trafen sich morgens in Göttingen, um zu einer gemeinsamen Fahrt nach Salzderhelden aufzubrechen. Die Mofa-Fahrer kommen aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands und der Schweiz.

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Für viele Kult: Das Vélosolex

Quelle: PH

Geismar. Bereits zum vierten Mal organisierte Dieter Jäkel das jährliche Treffen der Vélosolex-Fans in Göttingen. Unter dem Motto „die Entdeckung der Langsamkeit“ nahmen dieses Jahr elf Fahrer an der Tour teil.Bei Sonnenschein fuhren sie die 110 Kilometer über die Radstrecke am Leineweg entlang.

Bei den ausgiebigen Pausen zwischendurch hatten die Fahrer die Gelegenheit, sich über ihre gemeinsame Leidenschaft für das Vélosolex auszutauschen. Die meisten Fahrzeuge der Tour-Teilnehmer stammen aus den 1970er-Jahren; das älteste wurde 1966 produziert. „Es ist ein schönes Treffen unter Gleichgesinnten. Unsere Treffen werden öffentlich ausgeschrieben. Jeder der Lust hat, kann also kommen. Wir haben einfach gemeinsam Spaß am Vélosolex“, erklärte Jäkel.

Das Vélosolex wurde von dem französischem Maschinenfabrikanten Marcel Mennesson entwickelt und ab den 1940er-Jahren produziert. Das Mofa verdankt seinen Namen einer Mischung von dem französischen Wort für Fahrrad - vélo - und dem Namen der Firma Menessons - Solex. Es wurde hauptsächlich in Frankreich hergestellt. Bis vor rund drei Jahren wurde es dort noch gebaut.

Die Haupteigenschaften des Fahrzeugs haben sich nie verändert. Der Motor befindet sich bei allen Modellen vorne und auch das Gestell ist grundsätzlich bei allen Vélosolex-Mofas gleich gebaut. Es fährt mit einem Normalbenzin-Zweitaktöl-Gemisch und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 30 Stundenkilometern.

„Es ist ein Kultobjekt. Wir wollen einfach dafür sorgen, dass es nicht von der Straße verschwindet. Das ist mir ein besonderes Anliegen. Die meisten älteren Leute kennen diese Mofas, sehen sie aber nicht mehr auf der Straße“, meinte Michael Fuchs, Vélosolex-Mechaniker aus Hann. Münden.

Das Kult-Mofa besitzt mehrere Kosenamen. Einer davon ist „Maria-Hilf“. „Diesen Namen hat das Vélosolex, da man jedes Mal, wenn man einen Berg hochfährt, ein Stoßgebet in Richtung Himmel loslassen muss, dass man es auch den Berg hoch schafft“, sagte Fuchs. Von Alisa Altrock

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