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Trauer in Göttingen nach Anschlag in Ankara

Protest nach Anschlag Trauer in Göttingen nach Anschlag in Ankara

Mit einer Mahnwache und Kundgebung haben am Donnerstag etwa 50 Mitglieder und Freunde des Anatolischen Kulturzentrums in Göttingen für Frieden und gegen Gewalt in der Türkei demonstriert.

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Mit einer Mahnwache und Kundgebung haben am Donnerstag etwa 50 Mitglieder und Freunde des Anatolischen Kulturzentrums in Göttingen für Frieden und gegen Gewalt in der Türkei demonstriert.

Quelle: Schubert

Göttingen. Dabei gedachten sie vor allem der 99 Opfer eines Attentates am vergangenen Sonnabend in Ankara.

Auf einem schwarzen Tuch leuchten rote Kerzen, zwischen ihnen liegen rote Nelken als Zeichen der Trauer. Es nieselt. Die etwa 50 Menschen drumherum auf dem Markt schweigen, vor sich halten sie Schilder: „Es lebe die Völkerfreundschaft“, „Frieden jetzt sofort“, „Stoppt den IS-Terror“ steht darauf – aber auch „Imperialisten raus aus dem Nahen Osten“.

„Wir sind in tiefer Trauer verbunden mit den Opfern des verheerenden Selbstmordanschlages“, sagt Hakan Kahya vom Vorstand des Anatolischen  Kulturzentrum Göttingen: mit den Opfern des Anschlages vor wenigen Tagen in Ankara und den Opfern vorangegangener Anschläge in der Türkei.

 

Seine Trauerrede ist zugleich ein Protestrede: gegen Terrorgruppen wie den IS, gegen den türkischen Präsidenten Recep Erdoğan, gegen die AKP. Auch wenn nach bisherigen Angaben der IS für den jüngsten Anschlag verantwortlich sei, trage die türkische Regierung Erdoğans eine Mitschuld. Zugleich fordert Kahya die Bundesregierung und andere westliche Länder auf, sich in Völkerfreundschaft gegen Gewalt und Einschüchterung in der Türkei zu positionieren.

 Die Aufforderung „Imperialisten raus aus dem Nahen Osten“ gelte für die USA, ergänzt am Rand der Protestaktion Umut Bayrak,  Mitglied im Kulturverein – aber auch für Deutschland, betont er. Der Anatolische Kulturverein hat nach eigenen Angaben etwa 30 aktive Mitglieder und sieht sich als multikultureller Treffpunkt für jeden, unabhängig von seinem Glauben und seiner Herkunft.

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