Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Trauerfeier für getötete Studentin in Göttingen

Aula am Wilhelmsplatz Trauerfeier für getötete Studentin in Göttingen

In einer Trauerfeier in der Aula am Wilhelmsplatz haben Angehörige, Kommilitonen und Lehrende Abschied von der vor zwei Wochen getöteten chinesischen Studentin genommen. Die 24-Jährige sei eine außergewöhnliche Persönlichkeit gewesen, sagte Uni-Vizepräsidentin Prof. Hiltraud Casper-Hehne in ihrer Trauerrede.

Voriger Artikel
Göttingen ehrt Juleica-Inhaber im Alten Rathaus
Nächster Artikel
Göttingen gedenkt der Pogromnacht 1938
Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Zur Abschiedsfeier spielte die beste Freundin der Getöteten auf einer chinesischen Zither. Die Universität, Freunde und Bekannte seien zutiefst erschüttert über den gewaltsamen Tod der 24-Jährigen, erklärte Casper-Hehne. Die Studentin sei eine „äußerst hübsche und kluge junge Frau“ gewesen, die viele Freunde und Bekannte gehabt habe und sehr beliebt gewesen sei.

 
Die Getötete habe ihre Bachelor-Arbeit bereits fertiggestellt und sei mit ihrem Studium fast fertig gewesen. Sie „war bereit, in die Welt hinauszugehen“, sagte Casper-Hehne. Erst ein Tag vor ihrem Tod habe sie einen Arbeitsvertrag mit dem „Centre for Modern Chinese Studies“ als studentische Hilfskraft unterschrieben. Die junge Frau, eine ausgezeichnete Studentin, habe eine glänzende Zukunft vor sich gehabt. Mit der Trauerfeier, sagte Casper-Hehne, wolle die Universität auch den tief erschütterten Eltern zweigen, dass sie an ihrer Seite stehe. Unter den Gästen waren neben den Eltern auch viele Chinesen, die an der Göttinger Universität studieren.

 
Der Leichnam der jungen Frau, die am 28. Oktober in ihrem Apartment in der Annastraße tot gefunden wurde, ist inzwischen nach buddhistischem Ritus eingeäschert worden. Der Tat dringend verdächtig ist eine Kommilitonin der 24-Jährigen. Die 28-Jährige, wie ihr Opfer aus China stammend, soll sie aus Eifersucht erstochen haben, sind Polizei und Staatsanwaltschaft überzeugt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis