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Trubel im „Weißen Haus“

Bewohnerin verlegt, Betreiber gewechselt Trubel im „Weißen Haus“

Nächtlicher Herrenbesuch und ein kurzfristiger Betreiberwechsel: Die Flüchtlingsunterkunft im sogenannten „Weißen Haus“ in der Göttinger Weststadt sollte eigentlich Frauen und Kindern besonderen Schutz bieten - nach jüngsten Vorfällen musste die Stadt durchgreifen.

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Das "Weiße Haus" in der Göttinger Weststadt.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Nach Angaben vom Verwaltungssprecher Detlef Johannson hatte eine der Bewohnerinnen „vor allem abends und nachts“ männliche Besucher über die Feuertreppe empfangen - ein No-Go in der für schutzbedürftige, alleinreisende Frauen und Kinder bestimmten Unterkunft.

Rund um die Uhr Sicherheitsdienst

Nach Beschwerden anderer Bewohnerinnen habe man die Frau verlegt, außerdem sei nun ein 24-Stunden Sicherheitsdienst im Weißen Haus präsent, sagte Johannson. Die Stadt Göttingen hatte die Unterkunft kürzlich eingerichtet, um für Frauen und Kinder eine separate Unterkunftsmöglichkeit zu schaffen. Dafür waren die vorher dort untergebrachten Flüchtlinge verlegt worden.

Vom städtischen Sozialdienst betreut

Nach Angaben der Stadtverwaltung sind gegenwärtig 14 Frauen und ein Kind dort untergebracht. Betreut werden sie vom städtischen Sozialdienst. Der hatte die Betreuung vom Göttinger Flüchtlingsheimbetreiber „Bonveno“ kürzlich übernommen - „angesichts der überschaubaren Zahl von Bewohnerinnen schien der Einsatz des ambulanten Dienstes von Bonveno nicht mehr nötig“, erklärte Johannson. Bonveno war für eine Stellungnahme dazu nicht zu erreichen.

Von Christoph Höland

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