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Tun in die Tat umsetzen

Migrationszentrum Tun in die Tat umsetzen

Das Göttinger Migrationszentrum hat sein Angebot erweitert und sich räumlich vergrößert. Am Montag wurde dazu eine neue Beratungsstelle „Am Leinekanal 4“ eröffnet. Das interdisziplinäre Beratungsteam hat bereits seine Arbeit aufgenommen und will täglich rund 30 Hilfesuchende in den neuen Räumen zu betreuen.

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V.l.: Thomas Harms, Dittmar Linne, Dana Gaef, Friedrich Selter, Jörg Mannigel und Zeliha Karaboy bei der Eröffnung der neuen Räume des Migrationszentrums.

Quelle: CHH

Göttingen. Dazu werden drei unterschiedliche Beratungen angeboten: „Check In“ soll Wege zur Hilfe aufzeigen. Dabei soll vor allem osteuropäischen Migranten der Zugang zu regulären Hilfesystemen aufgezeigt und bei Bedarf Begleitung angeboten werden. Bei „My Future“ unterstützen ehrenamtliche Erziehungslotsen kinderreiche Familien bei Problemen in Erziehungsfragen. Sie werden in Kooperation mit der evangelischen Erwachsenenbildung und der Familienbildungsstätte ausgebildet.

Eine besonders große Rolle spielt die Legalisierungsberatung. Das niedersachsenweite Pilotprojekt richtet sich an Menschen, die sich ohne Ausweispapiere in Deutschland aufhalten. Ihnen werden anonymisierte Krankenscheine ausgestellt und der Aufenthalt der Flüchtlinge auf legale Bahnen gelenkt.

Außerdem sollen in der 110 Quadratmeter großen neuen Beratungsstelle Sprachkurse angeboten werden. Durch die vielen Flüchtlinge, die während der vergangenen Monate nach Göttingen gekommen sind, will das Migrationszentrum den „neuen Herausforderungen gerecht werden“, erklärte Zeliha Karaboya, die gemeinsam mit Dana Gaef die Beratungsstelle leitet.

Jörg Mannigel, Geschäftsführer des Göttinger Diakonieverbandes, der Träger des Migrationszentrums ist, setzt auf „ein multiprofessionelles Team, das insgesamt 14 Sprachen spricht“ und erklärt: „Hier wird Tun in die Tat umgesetzt“.

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