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Turmfalken brüten im Göttinger Max-Planck-Gymnasium

Fünf Eier im Gelege Turmfalken brüten im Göttinger Max-Planck-Gymnasium

Die Falken unter dem Dach des Göttinger Max-Planck-Gymnasiums (MPG) sind wieder da - und sie brüten. Seit gut einer Woche sitzt das Paar wachsam auf fünf roten gefleckten Eiern und gibt sich dabei ungewöhnlich emanzipiert: Immer wieder löst das Männchen mit seinem auffällig blauen Kopf das Weibchen kurzzeitig ab.

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Die Falken am Max-Planck-Gymnasium in Göttingen

Quelle: EF

Göttingen. "Eigentlich ist das Brutgeschäft bei Turmfalken allein Frauensache", sagt der Göttinger Ornithologe Hans-Heinrich Dörrie. Und noch etwas macht die MPG-Falken ungewöhnlich: Schüler, Lehrer und andere Neugierige können das Paar und später vielleicht auch seine Kinderstube live über eine Webcam beobachten. Einziger Haken: Es können sich nur bis zu 20 Besucher einklinken.

Vier bis sechs Eier seien üblich, erklärt Dörrie weiter, in seltenen Fällen könnten es bis zu neun sein. Das Gelege werde zwischen 27 bis 32 Tage bebrütet, dann sollten die Jungen schlüpfen. Dass Turmfalken in dem vorbereiteten Kasten hoch oben unter dem MPG-Dach eingezogen sind, wundere ihn nicht. "Wir haben ein sehr gutes Mäusejahr, die Vögel finden reichlich Nahrung." Folge: In der Stadt und Region gebe es zurzeit sehr viele Turmfalken und andere typische Mäusefresser - auch Waldeulen. 

Das war vor zwei Jahren anders, als das MPG die Kamera mit Internetanschluss zum ersten Mal am Eingang des Nistkastens installiert hatte. Damals hatte das Paar seine zwei Eier nach kurzer Brutzeit im Stich gelassen, nach einem langen und kalten Frühling gab es vermutlich zu wenig Mäuse. Über das vergangene Jahr gibt es keine Angaben.

Die MPG-Schüler und ihre Lehrer nutzen die Webcam, um für den Biologieunterricht praxisnah die Natur zu beobachten. Finanziert wurde sie 2013 überwiegend von der Göttinger Litfin-Stiftung und durch weitere Spenden.

Link zur Webcam

Falkennachwuchs in Osterode

Seit einigen Tagen beobachteten Mitglieder der Osteroder Kirchengemeinde St. Jacobi ein Falkenpaar, das den im vergangenen Jahr im Turm der Schlosskirche angebrachten Kasten offenbar bezogen hatte. Zeit, um einmal nachzusehen, ob es denn auch schon Nachwuchs gibt. Gemeinsam mit Pastor Michael Bohnert ging es hinauf und die Spannung stieg als dieser die Klappe an der Oberseite öffnete.

 
Tatsächlich lagen dort einige erst wenige Tage alte Küken zu einem Knäuel zusammengekuschelt in ihrem Nest. Während sie sich durch die neugierigen Blicke der Menschen nicht stören ließen, wurde ihre Mutter draußen immer aufgeregter. Also wurde der Kasten schnell wieder geschlossen und die Tiere in Ruhe gelassen.

 
Zu viel Stress auf einmal will den neuen Untermietern ja auch niemand zumuten. Immerhin müssen sie schon mit den Bauarbeiten nebenan leben. Ins Mauerwerk eindringende Feuchtigkeit erfordert eine umfassende Außeninstandsetzung von St. Jacobi, die noch bis zum kommenden Jahr dauern wird. Der Falkenkasten wurde wie auch ein weiterer für Uhus bereits im vergangenen Jahr von Manfred Klawonn gebaut und angebracht. Ein Blick in den zweiten Kasten zeigte aber, dass dieser bisher nicht bezogen wurde. Doch wer weiß, vielleicht tut sich ja auch dort noch etwas.

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