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60 Paddler auf dem Weg nach Northeim

15. Gänseliesel-Frühlingsfahrt 60 Paddler auf dem Weg nach Northeim

Zum 15. Mal haben sich am Sonnabend bei nahezu idealen Bedingungen über 60 Paddler auf die Gänseliesel-Frühlingsfahrt begeben. Die Strecke: 28 Kilometer flussabwärts bis nach Hollenstedt.

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Über 60 Mitfahrer starteten in Göttingen zur Frühlingsfahrt auf der Leine.

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Paddler sind offensichtlich ein spontanes Volk. Als Gerd Bode vom Turn- und Wassersportverein Göttingen (TWG) am Morgen mit seinem grünen Kajak am Sandweg steht, weiß er noch nicht, mit wie vielen Mitfahrern er sich wenig später auf den Weg macht. Die Sonne scheint, zweistellige Temperaturen sind für den Tag angekündigt. "Die meisten kommen unangemeldet", sagt er. 20 sind es aber immer, meistens mehr.

Vom Sportkanuten bis zur Familie

Und tatsächlich füllt sich der Parkplatz zusehends. Autokennzeichen aus Hannover, Peine, Höxter. Die Veranstaltung ist verbandsweit angekündigt. "Der Hildesheimer Alpenverein ist angetreten, mit zwölf Mann. Moin Gerd!", tönt es über die Wiese. Man kennt sich, viele der Wassersportler sind nicht zum ersten Mal dabei. Die Truppe ist bunt gemischt, vom ambitionierten Sportkanuten mit Kunststoffboot, über Wasserwanderer aller Alterklassen bis hin zu Familien mit kleinen Kindern in langen Canadiern. Nach vier Stunden Fahrzeit inklusive einer kleinen Rast werden die letzten im Mühlengraben ankommen.

Teilnehmen kann an den Frühlingsfahrten des TWG theoretisch jeder, der ein Boot besitzt. Einzige Bedingung ist die Unterschrift unter den Sicherheitsbelehrungen. Denn auch wenn die Leine nicht sonderlich tief ist, jeder Paddler sollte schwimmen können. Es komme durchaus schonmal vor, dass man unerwünscht intensiven Kontakt zum nassen Element bekommt, erzählt Bode. Beim Ein- und Aussteigen ist das Risiko am größten. Auf der Strecke zwischen Göttingen und Northeim müssen die Boote dreimal aus dem Wasser genommen werden. Am Ende der Tour werden in diesem Jahr zwei Teilnehmer Baden gegangen sein.

Kurz vor dem Start um 10 Uhr gibt Bode die letzten Instruktionen. "Immer schön rechts halten", ruft er seinen Mitfahrern zu. Stolze 63 sind es in diesem Jahr geworden. Bode ist zufrieden. "Wir waren auch schonmal nur drei", erzählt er, während im Hintergrund die ersten Boote ins Wasser gelassen werden. Das war in einem Jahr, als die Temperaturen Anfang April noch bei frostigen zwölf Grad minus lagen. Er habe die Fahrt damals abgesagt, gefahren sind sie trotzdem.

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