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UMG Göttingen spendet Schutzanzüge gegen Ebola für Hospital in Ghana

Partnerkrankenhaus UMG Göttingen spendet Schutzanzüge gegen Ebola für Hospital in Ghana

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat 70 Schutzanzüge und 300 Schutzmasken für das Partnerkrankenhaus St. Martin de Porres in dem 2000-Einwohner-Dorf Eikwe in Ghana gespendet.

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Quelle: UMG

Göttingen. Der Ort liegt an der Grenze zur Elfenbeinküste in Westafrika, wo es vermehrt zu Erkrankungen an Ebola kam. Die Schutzkleidung kam nach Angaben des Klinikums bereits bei einem ersten Verdachtsfall zum Einsatz.

Im Vorfeld der Spende habe das Krankenhaus räumliche Isolierungsmöglichkeiten geschaffen. Die Mitarbeiter sei vor Ort von Hauke Janssen, Anästhesiologe der UMG, im richtigen Umgang mit hochinfektiösen Patienten geschult worden. Janssen hat von November 2013 bis Oktober 2014 im Krankenhaus in Eikwe gearbeitet und ist inzwischen wieder in Göttingen. Durch diese Schutzmaßnahmen sei das Hospital in Eikwe eines der wenigen Krankenhäuser Ghanas, die auf den Umgang mit Patienten mit Ebola vorbereitet seien.

1999 hat Professor Uwe Groß, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der UMG, am Hospital in Eikwe ein diagnostisches Labor aufgebaut. Seitdem finden laut Mitteilung regelmäßige Weiterbildungen zu Infektionsthemen für die Ärzte vor Ort statt.

Zudem gebe es gemeinsame Forschungsprojekte zu Mutter-Kind-Erkrankungen. Diese Projekte würden in Eikwe vor allem von Medizinstudenten der UMG betreut, die dort ihre Doktorarbeit anfertigten. Mit ihrer Forschung trügen sie dazu bei, die Gesundheitssituation in Eikwe zu verbessern. Seit dem Jahr 2012 besteht ein offizielles Kooperationsabkommen zwischen dem Hospital und der UMG.

„Da das Krankenhaus in Westafrika direkt an der Grenze zur Elfenbeinküste liegt und sich direkt neben dem Krankenhaus ein UN-Flüchtlingslager befindet, kann eine Ausdehnung der Ebola-Epidemie auf den Westen Ghanas nicht ausgeschlossen werden. Deshalb habe ich angeregt, das Krankenhaus auf Ebola vorzubereiten. In Ghana waren keine Schutzausrüstungen erhältlich. So hat die UMG seinem Partnerkrankenhaus Schutzanzüge und Schutzmasken zur Verfügung gestellt“, erläutert Groß.

Die medizinische Versorgung sei in Ghana vor allem auf dem Land nicht gut, heißt es in der Mitteilung weiter. Es gebe wenige ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte. Vor allem kleinere Krankenhäuser wie in Eikwe seien auf die Hilfe von Ärzten aus dem Ausland angewiesen.

eb

Eikwe

ist ein kleines Fischerdorf mit rund 2.000 Einwohnern an der Küste des Atlantischen Ozeans. Das Dorf ist 80 Kilometer von der nächstgrößeren Stadt Takoradi entfernt.

Das St. Martin de Porres Hospital besteht aus einer Ambulanz, Frauen- und Männerstation, Isolierabteilung, Notfallaufnahme, Wochenstation und Kreißsaal, Kinderstation, Labor, Blutbank, Apotheke, Operationssaal, Ultraschall und Röntgenabteilung sowie AIDS-Behandlung.

Es gibt 175 Betten. Täglich versorgen die rund 200 Angestellten des Krankenhauses 650 Patientinnen und Patienten in der Ambulanz. Ein Schwerpunkt liegt auf der Gynäkologie und Geburtshilfe. Im St. Mar-tin de Porres Hospital entbinden 2.300 Frauen jedes Jahr.

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