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Übergriffe in Göttingen?

Missbrauchskandal Übergriffe in Göttingen?

Der Skandal um den sexuellen Missbrauch von Schülern des Berliner Canisius-Kollegs zieht Kreise bis nach Göttingen. Der ranghöchste deutsche Jesuit, Pater Stefan Dartmann, erklärte gestern in Berlin, es habe gegen einen der Verdächtigen in den 80er Jahren die Beschwerde einer Mutter aus Göttingen gegeben, die ihn eines Übergriffs auf ihre 14jährige Tochter bezichtigt habe. Der heute 69-Jährige war damals Pater an der katholischen Kirchengemeinde St. Michael.

Was damals tatsächlich geschah, ist allerdings noch unklar. Die vom Jesuitenorden mit der Aufklärung beauftragte Rechtsanwältin Ursula Raue erklärte, in einer ihr vorliegenden schriftlichen Einlassung habe Dartmann betont, ihm lägen keine Hinweise auf Übergriffe in Göttingen vor. Dartmann selbst war zu einer Aufklärung des Widerspruchs gestern abend nicht mehr zu erreichen. Bestätigt ist allerdings, dass ein offenbar in Berlin missbrauchter Schüler 1986 den Pater in Göttingen mit einem Messer angriff und danach Selbstmord beging.

(hein/dpa/kna)

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Berlin
Der Missbrauchsskandal an einer Berliner Jesuiten-Schule weitet sich auf Hamburg aus.

Zwei Jesuiten-Patres sollen sich am Berliner Canisius-Gymnasium an Kindern und Jugendlichen vergangen haben. Neben mehr als 20 Missbrauchsfällen in den 70er und 80er Jahren in Berlin habe es auch Fälle in Hamburg, St. Blasien, Göttingen, Hildesheim, Chile und Spanien gegeben, berichtete der deutsche Ordenschef, Provinzial Stefan Dartmann.

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