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Überraschendes Bekenntnis zur Göttinger Stadthalle

40 Besucher bei „Kachelofen“-Workshop Überraschendes Bekenntnis zur Göttinger Stadthalle

Sie hat massive Akustik-Schwächen und ihr 1960er-Jahre-Design ist umstritten, trotzdem wollen die meisten die Göttinger Stadthalle behalten. Erst recht an ihrem zentralen Standort, auch wenn in den kommenden Jahren viel investiert werden müsste. Das ist das Ergebnis eines offenen Workshops zur Zukunft des sogenannten Kachelofens am Albaniplatz.

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Stadthalle Göttingen

Quelle: Vetter/Archiv

Göttingen. Braucht Göttingen noch eine Stadthalle? Ist sie den heutigen Anforderungen an eine Multifunktionshalle gewachsen? Könnte ein ganz neues Nutzungskonzept ihre Zukunft sichern? Antworten auf diese und weitere Fragen sollte der von der Stadtverwaltung initiierte Workshop am Sonnabend geben – „offen und ohne Tabus“, appellierte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) an die knapp 40 Teilnehmer. Und schnell wurde klar, welche Schwächen die 50 Jahre alte Halle hat – und welche Wünsche ihre Nutzer. „Die Akustik ist unglaublich schlecht“, stellte der Chefdirigent des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO), Christoph-Mathias Mueller, unter Zuspruch anderer Konzertbesucher fest. Da müsse viel investiert werden, wenn weiterhin Starsolisten in Göttingen auftreten sollen. Und einen Probenraum direkt an der Stadthalle, wünsche sich das GSO. Für gute Gastronomie direkt am Ort, sprachen sich manche Besucher von Konzerten und Ausstellungen aus. Und dazu mehr kleinere Programme, um sie mit Leben zu füllen, obwohl die Halle eigentlich ausgelastet ist. Wieder andere fordern mehr Raum für große Universitäts-Kongresse. Auch der dunkle Eingangsbereich wurde mehrfach kritisiert.

 
Überraschend einig waren sich die Workshopteilnehmer, dass die renovierungsbedürftige Halle nicht durch eine neue an der Lokhalle ersetzt werden dürfe. Ihr großes Pfund sei die Nähe zur Innenstadt, auch wenn es dadurch oft Parkprobleme gebe. Diesen Standortvorteil lobten ausdrücklich der Wirtschaftswissenschaftler mit Schwerpunkt Eventmanagement aus Ravensburg, Stefan Luppold, und Günter Ihlenfeldt, Leiter der Pforzheimer Kongress- und Marketing GmbH. Luppold moderiert im Auftrag der Stadt den angestoßenen Zukunftsprozess der Stadthalle – auch als Gutachter. Und Pforzheim könnte mit einer grundlegend sanierten und neu ausgerichtete Halle wichtige Impulse für die ähnlich strukturierte Stadt Göttingen geben. „Trotzdem sollten sie ihre Stadthalle unbedingt mit einem ganz eigenen Profil selbst definieren“, mahnte Luppold.  

 
Vor dem Workshop hatten Verwaltung, die externen Gäste, Ratspolitiker und häufige Nutzer der Stadthalle ihre Ideen und Wünsche in geschlossener Runde diskutiert. Mit dabei: Veranstalter, Techniker, Gastronomen und Touristiker. Das Ergebnis: Ein überraschend positives Bekenntnis zu Stadthalle, mit Kritik in Details.

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