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Umbau des Göttinger IWF-Gebäudes hat begonnen

Bezugsfertig im Oktober Umbau des Göttinger IWF-Gebäudes hat begonnen

Im Gebäude des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF) haben die Umbauarbeiten für die Unterbringung von Flüchtlingen begonnen. Bis zum 1. Oktober soll es bezugsfertig sein.

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Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. „Wir kriegen das hin. Die Unterkunft kann wie vereinbart in Betrieb gehen“, bestätigte Borzou Rafie Elizei, Geschäftsführer der Göttinger EBR Projektentwicklungs GmbH, Eigentümerin des Gebäudes am Nonnenstieg. In der ersten Phase lasse die EBR überprüfen, „was noch funktioniert und was nicht“. Dazu gehöre auch ein ausgiebiger Check der elektronischen Anlagen. Ohnehin seien die meisten Arbeiten im Gebäude zu erledigen, weswegen von außen kaum etwas vom Umbau zu erkennen sei. „An der Gebäudehülle werden wir keine Eingriffe vornehmen“, sagte Rafie Elizei. Später müssten lediglich zwei Außentreppen angebracht werden, die als Fluchttreppen fungieren.

Im Innern soll die Struktur weitgehend beibehalten werden. Im Wesentlichen gehe es darum, „die Büros wohnfähig zu machen“, erklärte der EBR-Geschäftsführer. Für jede Etage werde es zentrale Nasszellen geben. Die früheren Büroräume sollen nach Vorgaben der Göttinger Stadtverwaltung zu Doppelzimmern umgebaut werden. Dazu wird es einige Einzelzimmer mit einer Größe von etwa 15 Quadratmetern geben. Die Doppelzimmer sollen etwas größer sein. Auf jeder Etage werde es zudem einen Gemeinschaftschaftsraum mit einer Größe von 30 bis 40 Quadratmetern einschließlich einer Küchenzeile geben.

Das Wohnheim soll am 1. Oktober eröffnet werden und Platz für rund 150 Flüchtlinge bieten. Die Stadt hat dazu mit der EBR einen Mietvertrag abgeschlossen. Er ist zunächst auf drei Jahre befristet, mit einer Option auf eine Verlängerung. Das Gebäude wird auf Kosten des Eigentümers nach Vorgaben der Verwaltung umgebaut, damit es auch als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt werden kann. Die Vergütung erfolgt dann über die Miete.

Die EBR will das Areal nach Ablauf des Mietvertrags für einen „modernen, nachhaltigen und nutzerorientierten Wohnungsbau“ nutzen, wie Rafie Elizei sagte. Zumindest in einer Übergangszeit wolle die EBR aber etwas „zu der sehr angespannten Wohnraumsituation für Flüchtlinge beitragen“.

Eine Entscheidung über den Betreiber des künftigen Flüchtlingswohnheims sei unterdessen noch nicht gefallen sein, sagte Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPF) am Dienstag auf Anfrage. Es seien aber schon mehrere Angebote eingegangen. Die Frist Ende am 18. August.

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