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Umbauarbeiten des Wendebach-Staudamms im Plan

Badesaison-Eröffnung ohne Wasser Umbauarbeiten des Wendebach-Staudamms im Plan

Alle Jahre wieder vor den Sommerferien: Badesaison-Eröffnung am Wendebachstausee – diesmal ganz ohne Wasser. Die Staumauer wird umgebaut; der See ist abgelassen und grün zugewuchert. Zum Eröffnungsfest trafen sich Politiker und Zweckverband-Vertreter trotzdem auf dem neuen Badesteg.

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Saisoneröffnung auf dem neuen Badesteg: Nur das Wasser fehlt noch im Wendebachstausee.

Quelle: Hinzmann

Niedernjesa. Wo sonst die Wellen wogen, wuchert jetzt grünes Kraut. Auf dem Resten des Sedimentschlamms hat sich eine eigentümliche Vegetation entwickelt. Vertreter der Niedersächsischen Landesbehörde für Wasserwirtschaft (NLWKN) zogen bei der Gelegenheit eine Zwischenbilanz zu Bauarbeiten und Schlammräumung. Die Arbeiten sind im Plan. Spundwand- und Erdarbeiten des Dammrückbaus sind abgeschlossen. Der erste Teil der Betonierarbeiten für das neue Überlaufbauwerk sind fertig. Im November wird der Rest abgeschlossen sein. Im nächsten Jahr, so das Versprechen, wird wieder Wasser im See sein.

 
Der wird dann deutlich tiefer. Rund 7 000 Kubikmeter Schlamm wurden schon im Frühjahr beseitigt. Mitte August werden zwei Wochen lang weitere 6 000 Kubikmeter auf der andren Seite des Badebereichs geräumt. Ein Drittel der Sedimente wird wohl im See bleiben. Das vom Land zur Verfügung gestellte Geld, 180 000 Euro, werde vollständig verbraucht. Es wird künftig Aufgabe des Wendebach-Zweckverbandes sein, sich zu bemühen, dass der See nicht erneut verschlammt. Man habe dem Land eine Zusage zum Bau einer Sedimentrückführung, also eines Beckens vor dem Einlauf zum Abfangen des Schwemmguts, nicht abringen können, erinnerte Geschäftsführer Norbert Schulz. Er bat um Hilfe der Politik, einen solchen Bau zu finanzieren. Ihn dann regelmäßig zu räumen, könne der Verband versprechen.

 

Foto: Hinzmann

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Schulz erinnerte vor den vielen Gästen auf dem neu gebauten Badesteg aus Eichenholz auch daran, dass dieser mit finanzieller Hilfe des Leader-Programms von der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) in Duderstadt errichtet wurde. Dank der Zuwendung von 22 000 Euro bei Gesamtkosten von 42 667 Euro war sogar noch Raum für eine neue, behindertengerechte Holzbrücke am Bachzulauf.

 
Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) informierte dann auch über die Planungen für den Hochwasserschutz in Niedernjesa, der mit Wegfall des Stausees nötig wurde. Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hatte als Entgegenkommen des Landes eine 80-prozentige Förderung der geplanten Maßnahmen zugesagt. Die aber werden nicht umgesetzt, stattdessen nur ein Schutz gegen 100-jähriges Hochwasser. Und selbst hier hat das Land noch einmal versucht, die Gemeinde zu einem Verzicht auf die überschießende Förderung (sonst bezuschusst das Land nur mit 70 Prozent) zu bewegen. Das wurde von der Verwaltung abgelehnt. Der Förderbescheid lässt seitdem auf sich warten. Friedrichs hofft aber, 2016 mit dem Bau beginnen zu können.

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