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Umbaupläne für Godehardstraße vorgestellt

Zwei statt vier Spuren Umbaupläne für Godehardstraße vorgestellt

Aus vier mach zwei: Die Godehardstraße steht vor einer grundlegenden Umgestaltung. Die bislang vierspurige Straße soll zwischen der Hildebrandstraße im Osten und dem Kreisel im Westen in weiten Teilen auf zwei Spuren verengt werden. Nur im Bereich der Bushaltestelle soll es weiterhin vier Spuren geben.

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Über die Godehardstraße in Göttingen rollen täglich bis zu 13.100 Fahrzeuge.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die von Verwaltung und Politik bevorzugte Umbauvariante sieht folgende Umgestaltungen vor:

  • durchgehender, zwei Meter breiter Radfahrstreifen auf der Nordseite
  • Begrenzung der Fahrbahnbreite auf 6,5 Meter außerhalb von Knotenpunkten und Haltestellen
  • neue Parkplätze auf den durch die Fahrbahnverengung gewonnenen Flächen
  • mehr Platz für Bäume
  • Mittelinsel östlich des Leineufers zur besseren Anbindung von Sparkassen-Arena und Lokhalle
  • eine 2,5 Meter breite Mittelinsel, die die Fahrbahnen trennt und Platz für Bäume bietet
  • Stellplätze vor der Schule für „Elterntaxen“
  • Umbau der Bushaltestellen zu sogenannten Kaphaltestellen (Haltestellen, bei denen der Gehweg aus Sicherheitsgründen bis an die Fahrbahn vorgezogen ist)
  • vierspurige Straße im Bereich der Haltestellen, um Bussen Vorrang gewähren zu können und anderen das Überholen der Busse zu ermöglichen

 

Vorteile der Ausbauvariante aus Verwaltungssicht:

  • neue „Straßenraumqualität“
  • „spürbare“ Verbesserung für den Rad- und Fußgängerverkehr
  • geringere Geschwindigkeit durch die Neugliederung
  • weniger Lärm und Abgase durch geringere Geschwindigkeiten
  • verbesserte Radverkehrsverbindungen
  • verbesserte Aufenthaltsqualität

 

„Wir brauchen dort keine vier Autospuren mehr“, sagte Christian Henze (SPD) im Bauausschuss. Die Godehardstraße sei im jetzigen Zustand unmodern und „aus der Zeit gefallen“. Die von der Verwaltung bevorzugte Variante biete erhebliche Verbesserungen für das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG), und die Anbindung der Sparkassen-Arena an das Radwegenetz sei „super gelöst“. Mit der Variante hätten alle gewonnen. Ein ausdrückliches Lob sprach die Naturschutzbeauftragte  Britta Walbrun der Verwaltung für die Planungen aus.

 

Zuvor hatte die Verwaltung Gespräche mit Vertretern von Polizei, Verkehrsbetrieben, OHG, ADFC und VCD geführt. Deren Anregungen seien in die Planungen „weitgehend“ übernommen worden.

 

Die Verwaltung geht davon aus, dass der Verkehr auch nach einer Verengung auf zwei Spuren problemlos durch die Straße fließe. Derzeit rollen täglich bis zu 13.100 Kraftfahrzeuge über die Godehardstraße. Darunter mindestens zehn Busse pro Stunde und Fahrtrichtung.

 

Nach Auskunft der Verwaltung liegen die Kosten für die Umbauvariante bei rund 710.000 Euro. Vor allem die nötigen Umbauten gingen ins Geld. Die zwei anderen vorgelegten Vorschläge seien zwar mit 475.000 und 610.000 Euro günstiger, böten aber nicht so viele Vorteile. Mittel für den Umbau sind bislang im Investitionsprogramm bis 2019 nicht vorgesehen. Die Maßnahme stehe unter Finanzierungsvorbehalt für die Planungsperiode zum Haushalt 2017.

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