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Umstrittener Göttinger Theologieprofessor Lüdemann zu Ostern

Osterpredigt Umstrittener Göttinger Theologieprofessor Lüdemann zu Ostern

Ostergedanken von Gerd Lüdemann

Mein eigenes Verständnis von Ostern vermag an Bibel und Bekenntnis nicht mehr direkt anzuknüpfen. Denn Jesu Auferstehung fand nicht statt und seine Wiederkunft wird daher ausfallen. Auferstehung hat mit dem gegenwärtigen Leben zu tun.

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Theologieprofessor Gerd Lüdemann.

Quelle: Christina Hinzmann

Dieses ist wie ein kleines Floß, auf dem Menschen im dunklen Ozean auszuharren verurteilt sind. In tiefer Nacht weht ihnen ein eiskalter Wind entgegen. Die Menschen auf dem Floß sind miteinander vereint durch das Band des gemeinsamen Todes und können vom unpersönlichen All kein Mitleid erwarten. Der furchtbare Zusammenstoß mit solchem Schrecken wird als Geburtsstunde von Demut, Weisheit und Liebe zur Schwelle eines neuen Lebens. Fortan beuge ich mich nicht mehr länger vor der Sündenstrafe des Todes noch hoffe ich auf die Auferstehung, sondern die Vergänglichkeit wird zu einem Teil von mir.

 Damit entsteht eine neue Ostervision, die gegenüber dem Sog der Panik unerschütterlich bleibt und – vereint mit anderen Menschen – das Leben im Licht der Liebe zur täglichen Aufgabe macht. Gerade dann gilt: das Leben ist stärker als der Tod.

                                                                                                             Von Gerd Lüdemann

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