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Umstrittenes Großprojekt

Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar Umstrittenes Großprojekt

Die Erörterung der Pläne für den Bau der 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar geht in ihre heiße Phase. Noch am Dienstag und am Mittwoch werden in der Göttinger Jugendherberge bisher abgegebene Stellungnahmen zu dem Großprojekt besprochen.

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Kunststoffkabel für Strom-Erdkabel - hier auf einer Baustelle in Nordrhein-Westfalen.

Quelle: Roland Weihrauch/dpa

Göttingen. 121 Einwendungen Privater und 56 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange werden unter der Leitung der der Planfeststellungsbehörde, der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, abgearbeitet. Der Netzbetreiber Tennet ist ebenfalls vertreten. Die Stellungnahmen beziehen sich auf den etwa 48 Kilometer langen Abschnitt C der Trasse der Wahle-Mecklar-Leitung zwischen dem Umspannwerk Hardegsen und der hessisch-niedersächsischen Landesgrenze. Während der Erörterung können auch die Antworten thematisiert werden, die Tennet den Einwendern in den vergangenen Wochen zugeschickt hat.

Bereits zum Auftakt am Montag ging es um eine Fülle von Detailfragen. Von Bürgerseite wurde mehrfach bemängelt, dass vorgelegte Unterlagen unvollständig oder wenig aussagekräftig seien. Auch im Zuge des Erörterungsberfahrens ist es immer noch möglich, dass die Planfeststellungsbehörde Aspekte, die sich an diesen Tagen ergeben, mit dem Netzbetreiber durchgeht. Davon allerdings, meint Petra Bludau-Mysegades von der Bürgerinitiative Gladebeck, „muss die Behörde überzeugt werden“. Westlich von Bovenden nämlich ist die Trassenführung umstritten. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bevorzugt derzeit die westliche Variante, weil sie die wenigsten neuen Belastungen für Landschaft und Natur mit sich bringe.

Die Erörterung wird am Dienstag und am Mittwoch fortgesetzt. Beginn in der Göttinger Jugendherberge, Habichtsweg 2, ist jeweils um 10 Uhr. Am Dienstag sollen die Naturschutzbehörden und die von dem Trassenbau betroffenen Grundstückseigentümer gehört werden. Am Mittwoch werden die Belange der Landwirtschaft angesprochen. Die entsprechenden Erörterungen der Bereiche nördlich und südlich des südniedersächsischen Abschnitts C sind bereits im Mai und Oktober vorigen Jahres erörtert worden.

230 Kilometer unter Höchstspannung

Die 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung zwischen dem niedersächsischen Wahle östlich von Peine und Mecklar in der Gemeinde Ludwigsau in Nordhessen ist mit 230 Kilometern eine der größten Netzausbaumaßnahmen in Deutschland und ein zentraler Baustein der Energiewende. Energieknotenpunkte sind dabei die Umspannwerke an den Endpunkten der Leitung sowie in Hardegsen und in Lamspringe bei Hildesheim. Dort wird die Energie in die Regionen verteilt oder bei Bedarf aus den Regionen abtransportiert, erklärt der Netzbetreiber Tennet. Die etwa 230 Kilometer lange Leitung erhöht die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord-Süd-Achse und soll die Versorgungssicherheit und Netzstabilität in Niedersachsen und Nordhessen gewährleisten. Bis zum Jahr 2021 soll die Leitung in Betrieb gehen. Weitere Informationen sind im Internet unter wahle-mecklar.de verfügbar.

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Auf fünfeinhalb Kilometern Länge soll die geplante 380-Kilovolt-Leitung Wahle-Mecklar in Südniedersachsen in die Erde verlegt werden. Dazu laufen zurzeit Baugrundvoruntersuchungen. Das hat Netzbetreiber Tennet mitgeteilt. Die Trassenplanung befindet sich unterdessen noch im Verfahren.

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