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Umweltschützer rufen zur Stunde der Wintervögel auf

Haussperling häufigster Wintergast Umweltschützer rufen zur Stunde der Wintervögel auf

Der Haussperling ist in Niedersachsen der häufigste Wintergast. Das hat eine Auswertung der Aktion „Die Stunde der Wintervögel“ des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) für 2015 ergeben.

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Haussperling

Quelle: Fotonatur

Göttingen. Auch in Göttingen wurde der Haussperling im Winter häufiger gesichtet als andere Vögel. Die nächste Zählaktion beginnt am Wochenende.

Laut einer Online-Statistik des Nabu wurden im Frühjahr 2015 in 136 Gärten des Kreises Göttingen von 204 Beobachtern insgesamt 5422 Vögel gezählt. 1088 Haussperlinge wurden laut dieser Statistik in Göttingen gesichtet. Allerdings nehme der Bestand ab, so der Nabu. Der Vogel gehöre zu den sogenannten Kulturfolgern und profitiere von der Lebensweise der Menschen. Den zweiten Platz belegt die Amsel. 616 Amseln zeigten sich. Der Feldsperling, der ebenso wie der Haussperling ein Kulturfolger ist, liegt mit 564 Sichtungen auf Platz drei.

Bei der Verbreitung haben die Amseln in der Winterzeit den Schnabel vorn. Sie wurden in 95,59 Prozent der in die Statistik eingegangenen Gärten gesichtet. Die Kohlmeisen sind mit 538 Sichtungen in 92,65 Prozent der winterlichen Grünflächen beobachtet worden. Die Blaumeisen zeigten sich in 84,56 Prozent der Beobachtungsgebiete und belegt damit den dritten Platz.

Göttingens am seltensten gesichtete Wintervögel sind der Waldbaumläufer, der Bluthänfling, der Zilpzalp, der Fichtenkreuzschnabel, das Blässhuhn, der Grauspecht, die Mönchsgrasmücke und das Sommergoldhähnchen. Sie alle zeigten sich nur in 0,74 Prozent der Gärten. Der Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann vermutet, dass im Jahr 2016 vermehrt Zugvögel wie Hausrotschwanz, Zilpzalp, Mönchsgrasmücke und Heckenbraunelle gesichtet werden. Laut Nabu soll die Zähl-Aktion helfen, unterschiedliche Fragen über weit verbreitete Vogelarten zu beantworten: „Wo kommen Sie vor, wo sind sie häufig und wo sind sie selten geworden? Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus?“

Umweltschützer rufen für das Wochenende, 8. bis 10. Januar, erneut zur bundesweiten Vogelzählung auf. Bei der bereits sechsten „Stunde der Wintervögel“ sollen sich Naturfreunde eine Stunde Zeit nehmen und im Garten, im Park, auf dem Balkon oder am Futterhäuschen die heimischen Vogelarten zählen, teilte der Nabu am Montag mit. Nabu und Naturschutzjugend rufen zudem erstmals vom 11. bis zum 15. Januar Schulen und Kitas auf, sich mit einer „Schulstunde der Wintervögel“ zu beteiligen. Die Statistik des Nabu und weitere Informationen finden sich im Internet unter www.nabu.de oder www.stundederwintervoegel.de.

bl

Vogelzähler können ihre Ergebnisse am 10. und 11. Januar zwischen 10 und 18 Uhr unter Telefon 0800/1157115 durchgeben oder bis zum 18. Januar im Internet unter u.epd.de/9dz melden.

Winterfütterung
Der Nabu Niedersachsen rät grundsätzlich zur Winterfütterung von Vögeln. Allerdings seien ein paar Regeln zu beachten. So sollten keine Speisereste gegeben werden. Energiereiche Samen und Nüsse seien am besten geeignet. Kleine Futterhäuser, Futtersäulen und -trichter seien besser als große, da Massenfutterplätze die Verbreitung von Krankheiten begünstigten. epd
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