Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Tausende bilden Spalier für Schützen

Umzug in Göttingen Tausende bilden Spalier für Schützen

Knapp 2000 Schützen und Spielleute sind am Sonntagnachmittag durch die Göttinger Innenstadt marschiert. Tausende Schaulustige bildeten ein Spalier und begrüßten die von Musikkapellen begleiten Gruppen. Angeführt von Oberschießmeister Rüdiger Fus setzten sich die Teilnehmer am Nachmittag in Bewegung.

Voriger Artikel
Trommeln, Tanz und Freudentriller
Nächster Artikel
Platz für Kitsch, Trödel und Antiquitäten
Quelle: Richter

Göttingen. An der Spitze waren die neuen Majestäten der Bürger-Schützen-Gesellschaft von 1392 Göttingen, die Volkskönigin, Schützenherr Rolf-Georg Köhler, Schützendame Sylvia Binkenstein und das Schafferamt. Je mehr sich die Teilnehmer dem Zentrum näherten, desto größer wurde die Zahl der Schaulustigen. Viele Zuschauer schossen Handyfotos oder dokumentierten mit Kameras das Umzugsgeschehen. 

Teilnehmer griffen in Plastikbeutel und Bollerwagen und warfen nicht nur zur Freude von Kindern bunte Bonbons, aber auch Mützen und kleine Bälle ins Publikum. In der Nähe des Gänseliesel-Brunnens standen Simone Dorenwendt und Roland Emme-Weiß auf einem Podest, um die Zuschauer über Lautsprecher mit vielen Informationen zu den beteiligten  Gruppen zu versorgen.

"Wenn ich die ersten Trommelschläge höre, bekomme ich so ein bisschen Gänsehaut", sagte Dorenwendt, als sich der Zug näherte. Als erstes gab es ein "Horrido" für die voranfahrende Besatzung eines Polizeiwagens, kurze Zeit später stellte sie den Zuschauern die neuen BGS-Majestäten vor und nannte alle Namen. "Genießt euer Königsjahr", sagte sie unter dem Beifall der Zuschauer. Die meisten Teilnehmer waren zu Fuß unterwegs, aber auch Cabriolets, Lanz-Bulldog- und andere Traktoren mit voll besetzten Anhängern gehörten zum Umzug, ebenso alte Lastkraftwagen. 

Begleitet wurden die Umzugsteilnehmer vom Spielmannszug und Fanfarenzug Witzenhausen, Musikverein Katlenburg, den Adelebser Blasmusikanten, den Spielmannszügen der Freiwilligen Feuerwehr Ebergötzen, des Rot-Weiß Nörten-Hardenberg, dem Spielmannszug aus Boffzen, den Original Landolfshäuser Blasmusikanten, den Fanfarenzügen aus Eschwege und Harste sowie den Musikfreunden aus Edesheim, Hohnstedt und Northeim und den Lauenberger Sollingmusikanten. Klassiker der Volksmusik gehörten ebenso zum Repertoire wie Schlager, Poptitel, aber auch Karneval-Hits wie "Die Karawane zieht weiter".

Nach Ankunft der "Karawane" im Festzelt dankte Oberschaffer Harald Grahovac den Umzugsgruppen. Sie hätten den Zuschauern "einen Höhepunkt im Rahmen des Göttinger Schützenfestes geboten" und dazu beigetragen, "dass diese gute Tradition weiterlebt". 

"Wir haben sehr viel Zuspruch erhalten und uns bemüht viel zu winken und den Hut zu heben", sagte der neue König Hans-Günther Müller, der viele Freunde und Bekannte im Publikum entdeckte. Dass auch zahlreiche Menschen aus anderen Kulturkreisen zu den Zuschauern gezählt hätten, zeige den verbindenden Charakter des Schützenwesens.

"Man hat mal einen anderen Überblick und die Leute machen alle mit, wenn man freundlich zuwinkt", beschrieb Königin Angela Linne ihre Erfahrungen während des Umzugs.

Vor dessen Beginn hatte Schützenherr und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler das neue Königshaus im Rathaus empfangen, den Schützen zu ihren Titeln gratuliert und ihnen "ein erfolgreiches und angenehmes Jahr gewünscht". Um Erfolg bei den Wettbewerben zu haben, sei außer Schießkönnen wichtig, "in der Präzision auch Glück zu haben". Die neuen Majestäten hätten in den kommenden zwölf Monaten die Gelegenheit, "viele Bekanntschaften zu machen und neue Leute kennen zu lernen".

Das Fest endet am Montag, 17. Juli, mit einem deftigen Frühstück, zu dem ab 10 Uhr mutmaßlich ebenso deftige Ansprachen gehören. art

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Nisthilfen für Mauersegler