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Haustüren Rechtsextremer eingeschlagen

Linker Gruß mit dem Beil Haustüren Rechtsextremer eingeschlagen

Unbekannte haben die Wohnungen von mindestens drei bekannten Rechtsradikalen, darunter Angehörige des "Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen", angegriffen. In zwei Fällen ließen sie die Tatwaffen, ein Beil, sowie Pamphlete am Tatort zurück.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hardegsen/Einbeck/Nikolausberg. Schon am Sonntag hatten die "Freundeskreis"-Sprecher Jens Wilke und Mario Messerschmidt auf Kundgebungen in Adelebsen und Göttingen von einem "Axtangriff auf einen Kameraden" gesprochen, ohne den Tatort zu nennen. Vom Tageblatt darauf angesprochen, verweigerte Wilke das Gespräch. Die Göttinger Polizeiinspektion kannte eine solche Tat nicht.

Wohnung verwechselt

Am Dienstag dann wurde bekannt, dass die Polizeiinspektion Northeim/Osterode gleich zwei derartige Fälle ermittelt. In der Nacht zu Sonntag war in Einbeck der Glaseinsatz in der Haustür eines Reihenhauses eingeschlagen worden. Ein Beil und eine Botschaft blieben zurück. Darin der Name eines früher in Geismar und jetzt in Einbeck lebenden Mannes, der der rechten Szene zugerechnet wird. Er wohnt einige Haustüren weiter. Die Täter hatten offenbar die Wohnung verwechselt. Schaden hier:1000 Euro.

In der Nacht zu Montag dann ein zweiter Beilangriff, diesmal in der Bahnhofstraße in Hardegsen. Das Schlagwerkzeug traf ebenfalls die Glasfassung einer Haustür und hinterließ Schaden für 500 Euro. Die Tat muss sich gegen 3.45 Uhr ereignet haben.

Roller in Walhalla

In dem zurückgelassenen Schreiben heißt es: "Dein Roller wartet in Walhalla auf dich!" Walhalla heißt "Wohnung der Gefallenen". Die Anspielung auf den Roller bezieht sich darauf, dass dem Rechtsaktivisten vor einiger Zeit sein Motorroller gestohlen  und "entnazifiziert" (von rechten Aufklebern befreit) worden war. Der Staatsschutz der Polizei Northeim ermittelt in beiden Fällen wegen Sachbeschädigung mit politischem Hintergrund. Für die Annahme einer Bedrohung fehle dem Begleittext der konkrete Bezug zur Person der Wohnungsinhaber.

Ein dritter Angriff auf das Haus eines Rechten wurde am Dienstag aus Nikolausberg gemeldet. Die "Antifaschistische Aktion" bekannte sich dazu, den Autor der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit "angegriffen" zu haben. Die Polizei bestätigt eine Strafanzeige. Allerdings: Bei der Tat handelte es sich um den Wurf eines mit schwarzer Farbe gefüllten Senfglases, das auf dem Rasen zerschellte und keinen Schaden angerichtet hat.

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