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Uni Göttingen: ADF ist stärkste Kraft im neuen Studierendenparlament

Uni-Wahl Uni Göttingen: ADF ist stärkste Kraft im neuen Studierendenparlament

Bei den Wahlen zum Studierendenparlament (Stupa) hat es nicht für eine Neuauflage der amtierenden AStA-Koalition gereicht. Mit 19 Sitzen für die ADF (Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaften) und 9 Sitzen für den RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) sind die bisherigen Koalitionäre knapp an der nötigen Mehrheit von 29 Sitzen gescheitert.

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Bei der Bekanntgabe der Uni-Wahl-Ergebnisse im Hörsaal im Waldweg.

Quelle: Köster

Göttingen. Für eine Fortführung der gemeinsamen Arbeit ist nun ein weiterer Koalitionspartner nötig. Der bisherige dritte Koalitionspartner, die Unabhängigen Mediziner, waren nicht erneut angetreten. 

  • ADF: 33,3 Prozent (19 Sitze)
  • Grüne Hochschulgruppe: 21,1 Prozent (12 Sitze)
  • RCDS: 15,8 Prozent (9 Sitze)
  • Jusos: 10,5 Prozent (6 Sitze)
  • Basisgruppen: 7 Prozent (4 Sitze)
  • Die Partei: 5,3 Prozent (3 Sitze)
  • Schwarz-Rot-Kollabs: 5,3 Prozent (3 Sitze)
  • Liberale Hochschulgruppe: 1,8 Prozent (1 Sitz)
  • SDS: 0 Prozent (0 Sitze)
  • Junge Alternative: 0 Prozent (0 Sitze)

 Mit großer Mehrheit wurden die Bahn- und Bussemestertickets sowie das Kulturticket angenommen. Für das Bahnticket stimmten knapp 86,2 Prozent mit Ja, auf das neu eingeführte Busticket entfielen 73,5 Prozent der Ja-Stimmen. Das Kulturticket, über dessen Ausgestaltung zuletzt diskutiert wurde, wurde ebenfalls bestätigt (71,4 Prozent). Bei den jährlichen Uni-Wahlen waren in diesem Jahr waren knapp 27 000 Studierende zum Urnengang aufgerufen.

Ganz still ist es bei der Verkündung der Wahlergebnisse im Hörsaal 0.102 im Waldweg unter den Vertretern der Hochschulgruppen geworden. Als dann das Ergebnis der ADF (Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaften) bekannt gegeben wurde, brandete unter den anwesenden ADF-Mitgliedern Jubel auf. Ein Jubel, der allerdings schnell wieder verstummte – die ADF wurde zwar erneut stärkste Kraft, zu einer Neuauflage der Koalition, die bislang den Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) stellte, wird es aber nicht reichen. Der Koalitionspartner RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) hatte zwar genau wie die ADF an Sitzen zugelegt. Aber ohne den dritten Partner, die Unabhängigen Mediziner, die nicht erneut antraten, verfehlten die beiden die notwendige Mehrheit im Studierendenparlament denkbar knapp um einen Sitz.

  

Da es ebenfalls nicht für ein Bündnis der linken Hochschulgruppen reicht, steckt das Studierendenparlament in einer komplizierten Situation. Eine besondere Rolle könnte dabei die Liberale Hochschulgruppe (LHG) einnehmen. Die LHG konnte ihr Mandat verteidigen und könnte somit ADF und RCDS zur absoluten Mehrheit verhelfen.

Unklare Verhältnisse nach Uni-Wahl

„Zunächst einmal sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, erklärte Sören Kübeck, der auf Listenplatz 2 für die ADF kandidierte, nach der Wahl. „Wir konnten unser Ergebnis verbessern, sind weiterhin stärkste Kraft und haben somit ganz klar den Auftrag den AStA zu stellen.“ Mit Blick auf mögliche Koalitionen sagte Kübeck: „Die ADF ist keine politische Gruppe, demnach gibt es keine Wunschkoalition. Wir koalieren mit denen, die uns am meisten anbieten.“

Ganz so unpolitisch schätzen andere Gruppen die ADF aber nicht ein. „Eine Koalition mit der ADF ist für uns per Grundsatzbeschluss ausgeschlossen. Das gilt natürlich erst recht für alle Gruppen, die noch weiter rechts stehen“, erklärte Silke Hansmann, Spitzenkandidatin der Jungsozialisten. Für Jonas Neef, der mit der Grünen Hochschulgruppe (GHG) ein Rekordergebnis von zwölf Sitzen eingefahren hat, stellt sich die Situation ähnlich dar. „Es wird keinen AStA mit GHG-Beteiligung geben.“ Er fügte hinzu: „Enttäuschend, dass Unfähigkeit und Untätigkeit der ADF sogar zu noch mehr Sitzen verholfen haben.“
Gut, sei allerdings, dass die Junge Alternative den Sprung ins Parlament verpasst hat.

Sollte es zu keiner AStA-Koalition kommen, könnten sogar Neuwahlen im Sommersemester in Betracht gezogen werden. Bis dahin würden die AStA-Referenten für Soziales und Finanzen, sowie die Vorsitzende Elena Rasmié Hammoud kommissarisch im Amt bleiben. Für die ADF beginnt jetzt die Suche nach einem willigen Koalitionspartner – allzu große Auswahl wird sie dabei wohl nicht haben.

Von Benjamin Köster

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