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Uni Göttingen nimmt Seite mit Studentenverbindungen vom Netz

Präsidentin Beisiegel erschüttert nach Schüssen auf Wohnheim Uni Göttingen nimmt Seite mit Studentenverbindungen vom Netz

Die Universität nimmt ihre Internetseite, auf denen Links zu den Göttinger Studentenverbindungen zu finden sind, vorerst vom Netz. Das kündigte Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel am Mittwoch an. Die Uni-Leitung reagiert damit auf eine Forderung der Grünen Jugend.

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Göttinger Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel.

Quelle: Archivfoto

Göttingen. Nach den Schüssen auf das Studentenwohnheim Bühlstraße 28 durch einen ehemaligen Verbindungsstudenten der Burschenschaft Germania hatte diese gefordert, die entsprechende Seite im Internetangebot der Uni zu entfernen.

"Wir werden uns die einzelnen Einträge auf der Internetseite der Universität mit der Übersicht über die Göttinger Studentenverbindungen genau ansehen", sagte Beisiegel. Anschließend werde entschieden, ob und in welcher Form die Einträge künftig auf den Internetseiten der Universität Erwähnung finden. Sie hält es aber für falsch und zu kurz gegriffen, "wegen des Vorfalls in der Bühlstraße pauschal alle Verbindungen zu verurteilen". Studentenverbindungen seien wie andere studentische Organisationen auch von jeher ein Teil des studentischen Lebens in Göttingen.

"Wir sind angesichts der Schüsse auf das Studentenwohnheim in der Bühlstraße sehr erschüttert", sagte Beisiegel zu dem Vorfall vom vergangenen Sonntag. Die Uni verurteile jede Art von Gewaltanwendung und fordere alle Beteiligten auf, ihre Konflikte und Meinungsverschiedenheiten "friedlich und im Dialog" zu lösen. "Gleichzeitig begrüßen wir die offene und klare Art, wie die Verbindung Germania mit dem Vorfall umgeht. Damit die Auseinandersetzung nicht weiter eskaliert, ist es jetzt wichtig, Ruhe in die Situation zu bringen."

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