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Uni Göttingen sucht nach Erdwärmequellen

Energieversorgung Uni Göttingen sucht nach Erdwärmequellen

Wie könnte Erdwärme künftig bei der Energieversorgung der Universität und Universitätsmedizin Göttingen (UMG) eine Rolle spielen? Um diese Frage zu klären, lässt die Universitätsenergie Göttingen GmbH, eine Tochtergesellschaft von Universität und Universitätsmedizin Göttingen, mit der Geothermie-Gruppe des Geowissenschaftlichen Zentrums in den nächsten Wochen den Untergrund Göttingens mit seismischen Verfahren untersuchen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Das teilt die Pressestelle der Uni mit. Dabei erzeugen spezielle auf Lastwagen montierte Vibratoren Schallwellen, mit denen die Struktur des Untergrundes bis zu einer Tiefe von 5000 Metern sichtbar gemacht werden kann. Voraussichtlich ab der zweiten Märzwoche soll der auffällige Messtrupp etwa zehn Tage lang in Göttingen unterwegs sein. Zuvor würden ab sofort alle öffentlichen und privat betroffenen Einrichtungen, Grundstücksbesitzer und Anwohner informiert und um Erlaubnis gebeten, die entsprechenden Flächen – vor allem öffentliche Straßen – nutzen zu dürfen, heißt es in der Mitteilung.

Hintergrund der Untersuchung: Universität und UMGn Göttingen wollen nach eigenen Angaben ihre künftige Energieversorgung "unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten sowie unter Beibehaltung der hohen Versorgungssicherheit neu ausrichten". Erdwärme, vor allem aus großer Tiefe von bis zu 5.000 Metern, könne dabei in Zukunft einen bedeutenden Beitrag zur zentralen Versorgung des Fernwärmenetzes liefern. Da über die genauen geologischen Verhältnisse unterhalb von Göttingen vergleichsweise wenig bekannt sei, seien zunächst die Geowissenschaftler gefragt. Die nun anstehenden ersten geophysikalischen Messungen sollen Grundlagen liefern, "um das Potenzial der Erdwärme im Sinne einer regenerativen Nutzung abschätzen zu können".

Die heutige Strom- und Wärmeversorgung der Universität und UMG erfolgt im Wesentlichen über das universitätseigene Kraftwerk, das auch universitätsnahe Einrichtungen wie das Studentenwerk versorgt. Dabei wird seit 1997 unter anderem auch eine Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt. Ab 2016 soll die Energieversorgung neu ausgerichtet werden.

Vor Beginn der eigentlichen Messungen im März soll das Projekt in einer öffentlichen Informationsveranstaltung noch einmal ausführlich vorgestellt werden. Dort werden auch Fachleute für Fragen zur Verfügung stehen. Den genauen Termin will die Universität noch bekannt geben. Weitere Informationen im Internet unter  www.uni-goettingen.de/de/3240.html?cid=4868. afu/pug

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