Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regen

Navigation:
Uni-Schnellbus fährt ab Wintersemester weiter

Testphase abgeschlossen Uni-Schnellbus fährt ab Wintersemester weiter

Die Probephase für einen Schnellbus vom Göttinger Bahnhof zum Uni-Nord-Gelände in Weende ist beendet. Aber zum nächsten Wintersemester soll die Linie S5 wieder aufgenommen werden. Und sie soll irgendwann ganzjährige im 15-Minuten-Takt etabliert werden.

Voriger Artikel
Vom R 4, deutscher Sprache und alter Kunst
Nächster Artikel
Kirchenkreis Göttingen ringt mit Stellenplanung

Ab Herbst wieder im Einsatz: der Schnellbus S5 am ZOB mit Ziel Uni-Nord und Faßberg.

Quelle: Hinzmann

Das hat Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) entschieden – mit Zustimmung der Verkehrspolitiker des Rates. Dabei bleiben die Ergebnisse der sechsmonatigen Testphase vorerst allerdings unberücksichtigt. Denn sie haben mit durchschnittlich 600 Fahrgästen täglich die Verkehrsplaner und Politiker „nicht vom Hocker gerissen“, bestätigt Verwaltungssprecher Detlef Johannson.

Von Oktober bis Ende März hatten die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) im Auftrag der Stadt die Sonderlinie auf ihre Route geschickt: montags bis freitags von 5.40 Uhr bis 18.30 Uhr mit wenigen Stopps zwischen ZOB und dem Fassberg. Studenten und Beschäftigte konnten die Uni-Nord so in elf Minuten erreichen. Seit immer mehr Institute aus der Stadt in den neuen Universitätsbereich ziehen, waren die normalen – und langsam voran kommenden – Linien auf dieser Strecke häufig überfüllt.
Während der sechsmonatigen Testphase hat die Stadt die Fahrgäste in der S5 gezählt. Ihr Ergebnis: Nach einem schleppenden Start hat sich die Fahrgastzahl auf zurzeit 600 Fahrten täglich eingependelt. Das sei, gemessen an der Auslastung anderer GöVB-Linien, „relativ gering“. Aber: Nach so einer kurzen Zeit könnten auch noch keine verwertbaren Schlüsse auf eine mögliche Auslastung gezogen werden. Erfahrungsgemäß brauche es „knapp drei Jahre, um einen ausreichenden Bekanntheitsgrad zu erreichen“. Fazit der Verkehrsexperten im Rathaus: Die S5 sollte im nächsten Wintersemester wieder aufgenommen und mit Blick auf die weitere Entwicklung der Uni-Nord auf einen 15-Minuten-Takt ganzjährig eingerichtet werden. Aber als Übergangslösung. Denn ab 2013 könnte sie bei der nächsten Anpassung des Liniennetzes integriert werden. Bezahlen muss das die Stadt. Begrenzt auf ein Wintersemester müsste sie knapp 120 000 Euro zuschießen, im Ganzjahresbetrieb knapp 240 000 Euro.

Noch offen bleibt vorerst, ob in Göttingen auch weiterhin in den Nächten von Freitag auf Sonnabend Nachtbusse fahren. Sie pendeln in der Zeit von 1 Uhr bis 3.30 Uhr zwischen der Innenstadt und „attraktive Kultur- und Freizeiteinrichtungen mit den Wohngebieten der Stadt“. In den Nächten auf Sonntag fahren schon länger Nachtbusse. Vor einiger Zeit hatten Stadt und GöVB den Service auf die Nächte von Freitag zu Sonnabend erweitert. Dabei hätten sich die Freitags-Zahlen den Sonnabend-Zahlen weitgehend angenähert, hat die Verwaltung festgestellt. Und sie empfiehlt, das Angebot fortzusetzen. Wird es jetzt eingestellt, wären verloren gegangene Fahrgäste bei einer Überarbeitung des Liniennetzen in ein paar Jahren nur schwer wiederzugewinnen. Bei Zählungen im September und Oktober freitags haben im Schnitt 30 bis 50 Fahrgäste die Nachtbus-Linie 28 genutzt und 25 bis 35 den Nachtbus der Linie 29.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bilder der Woche vom 16. bis 22. September 2017