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Unicef-Aktion "Kochen für Freunde"

"Gelebte Inklusion" Unicef-Aktion "Kochen für Freunde"

Gemeinsam haben Behinderte, Flüchtlinge und weitere Unterstützer am Sonnabend auf den Göttinger Zietenterrassen für Sponsoren gekocht und gemeinsam mit ihnen gegessen. Mit dem Erlös der bundesweiten Aktion „Kochen für Freunde“ unterstützt die Unicef-Nothilfe syrische Kinder in Flüchtlingslagern.

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Stefan Kollhoff und Cecilia Alegria bei der Zubereitung von gebratenem Rinderhack

Quelle: CH

Geismar. Stefan Kohlhoff ist begeistert: „Wunderbar ist das, macht Spaß“, sagt der geistig beeinträchtigte Bewohner des Wohnhauses der Göttinger Werkstätten auf den Zietenterrassen. Gemeinsam mit Amira Kani hat er in der Wohnheimküche Wallnüsse gehackt. Kani lebt mit ihren vier kleinen Geschwistern und Eltern ganz in der Nähe in einem städtischen Flüchtlingswohnheim. Unermüdlich belegt die 14-Jährige jetzt Hähnchen mit Reis und Auberginen für das überbackene Hauptgericht (Maqlobeh), ihre Mutter hat den Petersiliensalat (Tabouleh) abgeschmeckt. „Natürlich, das macht Spaß“, sagt sie und fügt gleich an: „Ich will alles lernen, auch, wie man deutsch kocht.“

Heute aber gibt es syrisches Essen, „zuhause“, in ihrem Wohnheim, hat sie mit ihrer Mutter schon Grießkuchen (Harise) zubereitet. Und es sind auch syrische Gerichte, die Unicef für die Aktion „Kochen für Freunde“ anregt und die Rezepte dazu liefert. Denn es gehe um Kinder aus Syrien, die unter schwierigen Umständen in Flüchtlingslagern in Jordanien, Libanon, Irak und Türkei leben. Rund 6,5 Millionen Syrer sind nach Angaben der Hilfsorganisation vor Gewalt aus ihrer Heimat geflohen – darunter 3,5 Millionen Kinder. Ihnen komme der Erlös der Aktion zugute, erklärt Hans-Joachim Merrem, Leiter der Göttinger Unicef-Gruppe und an diesem Tag auch einer der Köche in der Küche des Werkstätten-Wohnheims. Etwa 200 Euro kommen an diesem Sonnabend durch die Sponsoren zusammen.

In Göttingen gehe es aber noch um mehr als ein „Kochen für Freunde“, sagt Merrem. Es gehe auch um das gemeinsame Kochen und Essen mit Freunden: mit Mitgliedern der Unicef-Gruppe, Mitgliedern der Stephanus-Gemeinde, Aktiven im „Runden Tisch Zietenterrassen“, Bewohnern des Behinderten-Wohnheimes und Flüchtlingen. „Essen verbindet“, sagt Merrem. „Und unsere Bewohner genießen die Geselligkeit“, ergänzt der Leiter des Wohnheimes der Werkstätten, Andreas Südbeck-Bujara - „das ist gelebte Inklusion“. „Ich finde es wichtig, dass viel für Flüchtlinge getan wird, aber auch viel gemeinsam mit den Flüchtlingen“, sagt die Sponsorin Ulrike Labusch, bevor sie ihr Maqlobeh genießt.

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