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Unterbringungsangebote für Flüchtlinge aus der Region

Bauverein hat Kapazitäten Unterbringungsangebote für Flüchtlinge aus der Region

Die Möglichkeiten der Stadt Göttingen, ihr Pensum an Flüchtlingen unterzubringen, sind erschöpft. Unterdessen gibt es Unterbringungsangebote etwa aus dem Harzstädtchen Goslar, und auch die Samtgemeinde Dransfeld will Menschen aufnehmen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Hann Münden/Göttingen. Jetzt wird auch aus Hann. Münden signalisiert, dass dort Kapazitäten ­bestünden, um Flüchtlinge aufzunehmen. Der dortige gemeinnützige Bauverein werde Wohnraum bereitstellen, kündigt ­Geschäftsführer und SPD-­Kreis­tagsmit­glied Jörg Wieland an.

Die Zuwanderung biete die Chance, der demografischen Entwicklung und dem Fachkräftemangel entgegenzusteuern, denn für Hann. Münden werde ein Bevölkerungsrückgang von 9,8 Prozent in den nächsten zehn Jahren prognostiziert, begründet Wieland das Engagement des Wohnungsunternehmens.

„Wir sehen unsere Unterstützung der Flüchtlinge als selbstverständliche und gesellschaftlich-moralische Verpflichtung an. Deshalb werden wir mit der Stadt und auch dem Landkreis Göttingen zusammenarbeiten und Wohnungen vermieten oder herstellen, in Hann. Münden und Dransfeld,“ sagt Wieland. Bereits heute wohnen beim Bauverein Münden 16 verschiedene Nationalitäten, die hervorragend integriert seien.

Kritik äußerte Wieland an der Absicht des Mündener CDU-Stadtverbandes, „eine verantwortungsvolle Integration von syrischen Flüchtlingen ohne Zentralisierung in den Bauvereinshäusern“ fordert. „Die CDU muss schon erklären, warum syrische Flüchtlinge beim Bauverein keine Wohnungen, wenn auch zentralisiert bekommen sollen, stattdessen unterstellt sie, dass eine Integration bei einer dezentralen Wohnungsversorgung verantwortungsvoll sein soll. Ein Zusammenhang erschließt sich mir nicht,“ kommentiert Wieland.

Flüchtlinge nach Goslar?

Göttingen/Goslar. Können schon bald die ersten Flüchtlinge aus Göttingen in Goslar untergebracht werden? Die Chancen dafür stünden gut, sagte am Mittwoch Detlef Johannson, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung, auf Anfrage. Das hätten erste Gespräche zwischen Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck und Goslars Oberbürgermeister (OB) Oliver Junk (CDU) ergeben.

Demnach müsse eigentlich nur noch eine formelle Hürde überwunden werden, erklärte Johannson. Denn um Flüchtlinge in der Stadt Goslar unterbringen zu können, müsse die Stadt Göttingen eine Vereinbarung mit dem Landkreis Goslar treffen. Junk gehe aber davon aus, dass das kein Problem sei. Der Goslarer OB wolle in den nächsten Tagen entsprechende Gespräche mit Verantwortlichen des Landkreises führen und sich dann wieder bei der Stadt Göttingen melden. „Er ist guter Dinge und freut sich auf neue Goslarer Bürger“, erklärte Johannson.

Wie viele Flüchtlinge aus Göttingen in Goslar untergebracht werden könnten, darüber habe man zwar noch nicht gesprochen. „Aber in Goslar sind Wohnungen in nicht unerheblicher Zahl frei“, sagte Johannson. Daher könne man auch dort das in Göttingen verfolgte Konzept einer dezentralen Unterbringung verfolgen. Die Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen in Goslar müsste die Stadt Göttingen tragen. „Die Betreuung vor Ort will aber die Stadt Goslar organisieren“, sagte Johannson.

Junk hatte in der vergangenen Woche erklärt, es könnten viel mehr Flüchtlinge als bisher nach Goslar kommen, auch aus Göttingen. Daraufhin hatte sich Schlapeit-Beck mit ihm in Verbindung gesetzt. In Göttingen sind die Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge laut Verwaltung mittlerweile erschöpft.

Von Andreas Fuhrmann

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