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Untereichsfeld 2014 ein Unfallschwerpunkt

Anstieg der Unfallzahlen Untereichsfeld 2014 ein Unfallschwerpunkt

Zwei Todesopfer und viele Schwerverletzte im Untereichsfeld. Verkehrstote auch in der Schedener Kurve, westlich und südlich von Rosdorf, in Oberrode und auf der B 80 bei Münden. So sieht die Landkarte des Verkehrsunfallgeschehens für 2014 aus.

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Einer der schwersten Unfälle des Jahres 2014: Ein Tieflader mit Bagger stürzt von der A 7 und erschlägt den Fahrer und ein Reh. Der Unfall ist nicht einmal in der Statistik.

Quelle: Gückel

Göttingen. Sieben Menschen starben im abgelaufenen Jahr auf den Straßen des Landkreises (ohne Autobahn), genau so viele wie im Jahr zuvor. 125 Menschen wurden schwer verletzt. Das sind allerdings gut ein Viertel mehr (Vorjahr 97) als 2013.  
Insgesamt, so Gerd Hujahn, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Göttingen, verlief das Unfallgeschehen in Südniedersachsen so wie im Landes- und Bundestrend: mit einem Anstieg der Unfallzahlen (6747 auf 6842) und einen eben solchen bei den Personenschäden (898 auf 987).

Auch im Bereich der Polizeidirektion Göttingen, also zwischen Hoya und Hann. Münden sowie Weser und Walkenried, stieg die Zahl der Unfälle mit Verletzten um 5,6 Prozent, die Zahl der Todesopfer sogar um 22 Prozent auf 62, teilte Polizeipräsident Robert Kruse mit.

Das könnte auch am Wetter liegen. Der milde Jahresbeginn 2014 und das Fehlen des Winters am Jahresende führten zu höheren Geschwindigkeiten im Verkehr. Bei Eis und Schnee sei die Zahl der Blechschäden oft höher, die Folge für Insassen aber günstiger. Hujan macht dazu eine Rechnung auf: Wer vorschriftsmäßig Tempo 100 fährt, kann sein Auto binnen 80 Metern abbremsen. Wer 120 fährt, braucht 108 Meter, prallt also nach 80 Metern noch mit Tempo 74 gegen ein Hindernis.

Weil also 2014 außerorts im Schnitt schneller gefahren wurde, waren es 125 Schwerverletzte (Vorjahr 97) und sieben Todesopfer (wie Vorjahr). Erhöhte Verletztenzahlen außerhalb des Stadtgebiets erhalten noch Gewicht, weil innerhalb der Stadt die Zahl Verletzter sank – von 88 auf 75. 2013 wie 2014 gab es in Göttingen je ein Todesopfer.

Ärgerlich sei, dass trotz aller Kontrollen der letzten Jahre noch immer jeder dritte Verletzte im Stadtgebiet ein Radfahrer ist. Von 687 Verunglückten waren 226 Radfahrer. Und wieder mussten 233 Radler mit mehr als 1,6 Promille Alkohol aus dem Verkehr gezogen werden.

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