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Unterführung zum Bahnhof soll verschwinden

Auf Dauer zu teuer Unterführung zum Bahnhof soll verschwinden

Seit dem Herbst ist die Fußgängerunterführung unter der Berliner Straße, die die Goetheallee mit dem Bahnhof verbindet, gesperrt: Passanten müssen den oberirdischen Fußgängerüberweg benutzen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Der Tunnel soll für immer verschlossen bleiben, wie Verwaltungssprecher Detlef Johannson auf Tageblatt-Anfrage bestätigt.

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Aus den 60er Jahren: Unterführung am Bahnhof soll verschwinden.

Quelle: Pförtner

„Der Tunnel unter der Berliner Straße soll jetzt endgültig und buchstäblich dicht gemacht werden“, sagt Johannson. Die bisherige „provisorische“ und „wenig schöne“ Absperrung in Bahnhofsnähe und am Eingang zur Innenstadt soll auch verschwinden.

Für die Schließung des Tunnels gibt Johannson zwei Gründe an: „Die Jahr für Jahr nachlassende Nutzung des Tunnels, seit wir im Jahr 2000 eine oberirdische Querung der Berliner Straße ermöglicht und eingerichtet haben. Zweitens: Wir wollen Kosten sparen, insgesamt rund 27 000 Euro jährlich für Strom, Reinigung und Bauunterhaltung eines Tunnels, den letztlich niemand mehr nutzte und den auch niemand vermisst“, meint der Stadtsprecher. Stattdessen soll, so die Pläne der Stadt, auf der Westseite in der Goetheallee die Tunnelöffnung verschlossen, die Rampe verfüllt, die Stützmauern zum Teil abgerissen und die Führung von Rad- und Gehweg der neuen Situation angepasst werden.

Die so entstehende, erweiterte Fläche am Wall könne „gegebenenfalls auch als Standort für eine Werbeanlage“ dienen. Der Tunneleingang auf der Bahnhofsseite soll abgedeckt werden. Die neue, rund 50 Quadratmeter große Fläche werde mit „Guss-asphalt ausgestaltet wie die benachbarten Bereiche des Bahnhofsvorplatzes“, so Johannson. Für die Tunnelschließung rechnet die Stadt mit „einmalig 35 000 Euro“. Dadurch würden „aber Jahr für Jahr je 27 000 Euro“ im städtischen Haushalt eingespart, so Johannson.

Entstanden ist der nun nicht mehr benötigte Tunnel Anfang der 60er Jahre. „Man wollte vermutlich den Verkehr auf der mehrspurig ausgebauten Berliner Straße mit ihrer lang gezogenen begrünten Mittelinsel nicht durch Fußgänger stören“, spekuliert Johannson mit Blick den verkehrspolitischen Geist jener Jahre. „Das sehen wir heute durchaus anders.“

Von den Überlegungen der Stadt zu Nutzung und Unterhaltung von Fußgängerunterführungen nicht betroffen ist der Tunnel unter der Bürgerstraße auf Höhe des Kasinoweges. Dieser sei zwar kein Schmuckstück, stehe aber mangels Alternative nicht zur Disposition.

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