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Unterkunft Große Breite bleibt leer

Flüchtlinge Unterkunft Große Breite bleibt leer

In das von der Stadt Göttingen als Flüchtlingsunterkunft angemietete Gebäude Große Breite 10 sollen vorerst keine Flüchtlinge wieder einziehen. Wegen eines Schabenbefalls mussten die dort untergebrachten Menschen das Haus Anfang Juni verlassen. Gegen den Umzug hatte es Proteste gegeben.

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Quelle: Pförtner (Symbolbild)

Weende / Göttingen. Inzwischen sei die Bekämpfung des Schabenbefalls in dem Gebäude abgeschlossen, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Dennoch werde die Unterkunft zunächst nicht wieder belegt. Alle ehemaligen Bewohner hätten nach nach Gesprächen, die unter Beteiligung von Dolmetschern geführt worden seien, darauf verzichtet, in die Große Breite zurückzukehren. Nach Angaben der Verwaltung lebten sie nun in anderen Gemeinschaftsunterkünften der Stadt – etwa am Schützenanger oder in Wohnungen wie zum Beispiel am Hartjenanger.

In einem Gespräch am Dienstag hatte Stadtrat Siegfried Lieske (Grüne) Vertreter der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe über die Pläne für das Haus Große Breite informiert. Die Weender Helfer kündigten gegenüber dem Tageblatt an, weiterhin in der Göttinger Flüchtlingshilfe aktiv zu bleiben. Volleyball- oder Fußballangebote für Flüchtlinge würden weiterhin angeboten.  Die Stadtverwaltung betont, dass derzeit kein ehemaliger Bewohner der Großen Breite in der Unterkunft im Anna-Vandenhoek-Ring auf der Groner Siekhöhe wohne.

Die Umsiedlung der Weender Flüchtlinge in die Groner Sammleunterkunft, die für bis zu 400 Menschen ausgelegt ist, hatte Ende Mai zu Protesten unter den Flüchtlingen aus der Großen Breite und ihren ehrenamtlichen Helfern geführt Nach Lieskes Auskunft wird die Beschäftigungsförderung Göttingen künftig die Aufgaben des Sozialdienstes zur Betreuung geflüchteter Frauen, die jetzt im so genannten „Weißen Haus“ am Hagenweg leben. Diese sei durch „vielfältige Aktivitäten in der Weststadt bereits fest verankert“. Das benachbarte Weststadtzentrum werde „direkte Anlaufstelle“ für die Frauen. Im „Weißen Haus“ halten sich nach Verwaltungsangaben gegenwärtig acht Frauen auf. Weitere acht Frauen würden in Kürze hinzukommen.

Seit 2013 hat Göttingen 2067 Flüchtlinge aufgenommen. 1371 betreut sie in ihren Unterkünften.

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