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Unternehmer will verfallene Zuckerfabrik in Rittmarshausen kaufen

„Schandfleck alte Zuckerfabrik“ Unternehmer will verfallene Zuckerfabrik in Rittmarshausen kaufen

Viele Menschen in Rittmarshausen atmen auf: Für die alte, verfallene Zuckerfabrik am Ortseingang des Dorfes gibt es eine Kaufinteressenten.

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Quelle: Theodoro da Silva

Rittmarshausen. Ein Unternehmer aus der Gemeinde Gleichen will dort nach Angaben der Gleichener Gemeindeverwaltung seinen Betrieb erweitern und auf dem Gelände unter anderem Boden sieben und verfeinern.

„Wir können wirklich froh sein, wenn dieser Schandfleck weg kommt und dabei auch noch ein paar Arbeitsplätze in der Gemeinde gesichert werden“, kommentierte Gemeindebürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD) im Planungsausschuss des Rates diese Entwicklung und spricht damit vielen Rittmarshäusern aus der Seele. Das Gelände gehört Erben, die nicht im Ort wohnt. Gebäude und Grundstück liegen seit seit vielen Jahren ungenutzt brach und verfallen. Die Fenster des Gebäudes sind zerborsten, mehrfach hatten Unbekannte dort in den vergangenen Jahren Feuer gelegt.

Gelände und Gebäude gehörten zu einer ehemaligen Zuckerfabrik, die von etwa 1880 bis 1911 betrieben wurde. Während der NS-Zeit soll in einem der alten Fabrikgebäude zunächst ein Lager des freiwilligen Arbeitsdienstes und dann ein Schulungszentrum der Uni-Göttingen befunden haben soll.Nach dem zweiten Weltkrieg diente es vorübergehend als Unterkunft für Flüchtlinge. Auf einem Teil des Areals befindet sich inzwischen das neue Haus der Ortsfeuerwehr.

Eigentümer und Kaufinteressent seien sich einig, erklärte die Verwaltung im Ausschuss. Für die künftige Nutzung müsse aber der Flächennutzung- und der Bebauungsplan (F- und B-Plan) geändert werden. Die Kosten in Höhe von knapp 11 000 Euro trage der Käufer.

Der Unternehmer will das Gelände als Abstellplatz für Bagger und Bodenveredelung nutzen, dort aber laut Verwaltung auch eine Maschine zum Brechen von Steinen einsetzen. „Könnte das nicht viel Lärm und Staub zu Lasten der Anwohner führen“, wollte im Ausschuss der SPD-Ratsherr Jörg Dietrich-Munzel wissen. Das schließen Verwaltung und weitere Mitglieder des Gremiums aufgrund der Randlage des Geländes aus. Um F- und B-Plan ändern zu können, stimmte der Ausschuss einer „überplanmäßigen“ Einnahme und Ausgabe im Etatplan der Gemeinde zu.

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