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Unterschriften für Erhaltung der Krypta in Nörten-Hardenberg

„Europaweit einmalig“ Unterschriften für Erhaltung der Krypta in Nörten-Hardenberg

Schon um 12 Uhr strömten die Menschen auf den Stiftsplatz. Am Sonnabend wurden die letzten Führungen zur Grabung an der St.-Martin-Kirche in Nörten organisiert. Weil die rund 1000 Jahre alte Krypta nun wieder zugeschüttet wird, hatte die Grabungsfirma Streichardt & Wedekind den dritten Führungs-Termin anberaumt. Das Bistum Hildesheim hat beschlossen, die Ausgrabung zu beenden und das Loch vor dem Winter denkmalgerecht aufzufüllen.

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Großer Andrang in Nörten: Bis zu 450 Besucher wollen bei der vorerst letzten Führung die Krypta sehen.

Quelle: Heller

Nörten-Hardenberg. In drei Gruppen wurden die ersten etwa 130 Interessierten geführt. Bauhistoriker Ulrich Knapp aus Leonberg bei Stuttgart war eigens dafür nach Nörten gekommen.

Bis 16 Uhr sollte die Veranstaltung dauern, erst gegen 17.30 Uhr war die letzte Führung zu Ende. 400 bis 450 Besucher seien gekommen, schätzt Frank Wedekind.

Aus Moringen hatte sich Ulrike Blum nach Nörten begeben, um den Sensationsfund noch zu sehen. Sie findet es schade, dass er wieder verfüllt wird. Aber „wenn es der Erhaltung dient…“ „Das Zuschütten der Krypta ist zwingend notwendig, weil wir sie sonst nicht heil über den Winter bringen“, betonte Wedekind. Mit Geld und Konzepten könne die Grabung auf jeden Fall wieder geöffnet werden.

Dass die Krypta ein außergewöhnlicher Fund ist, steht für den Angersteiner Ortsbürgermeister Werner Vollmer (SPD) außer Frage. Auch er nahm an der letzten Führung teil. Keine Frage ist es für ihn aber auch, dass die Krypta wieder unter die Erde muss, „solange man nicht weiß, woher das Geld kommt“.

„Europaweit einmalig“

Archäologie hautnah miterleben konnten die Teilnehmer der Führung. Mit einer Mitarbeiterin arbeitete Silvana Streichardt auch am Sonnabend weiter an der Grabungsstätte. Denn noch ist nicht jeder Befund dokumentiert. Heute, am Montag, will Streichardt mit der Erfassung fertig werden.

Unterschriften für die sichtbare Erhaltung der Krypta sammelt seit Sonnabend die Kirchengemeinde. Was in Nörten zu sehen sei, gelte derzeit als „europaweit einmalig“, sagte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Annerose Dötsch. Wo die Unterschriftenlisten lagen, wurden  auch Suppe, Waffeln und Kaffee angeboten – gegen eine Spende für das Missionswerk Missio.

Schnell hatten sich die ersten Bürger eingetragen, die eine Arbeitsgruppe für ein Konzept oder einen Förderverein für die Krypta unterstützen möchten.

Von Ute Lawrenz

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