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Unwetter hinterlassen Spuren in der Region Göttingen

Aufräumarbeiten Unwetter hinterlassen Spuren in der Region Göttingen

Die Nachfolgen der beiden Unwetter vom Sonntagabend haben Feuerwehren und Anwohner auch am Montag beschäftigt. Bis zum Mittag war der Zugverkehr beeinträchtigt, auch die Aufräumarbeiten dauerten an. Die Gewitter haben überall in der Region deutliche Spuren hinterlassen.

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Auch am Montag waren viele Bahnstrecken noch blockiert. Fahrgäste in Göttingen mussten bis zum Mittag Verspätungen in Kauf nehmen (Bild links). Besonders gravierend ist nach Angaben der Stadtverwaltung der Schaden auf dem alten Bahndamm zwischen Siekhöhenallee und Groß Ellershausen (Bild rechts).

Quelle: to/spf

Region. Allein die Berufsfeuerwehr Göttingen verzeichnete von Freitag bis Sonntag im Stadtgebiet 26 Unwettereinsätze, teilte ihr Sprecher Frank Gloth mit.

20 davon entfielen auf umgestürzte Bäume, zusätzlich rückte die Feuerwehr zu zwei beschädigten Dächern und vier Wasserschäden aus. Dazu kam noch der Gefahrgut-Einsatz bei einer Göttinger Recyclingfirma am Sonntagabend, auf deren Gelände eine Ladung Aluminiumkrätze mit dem Regenwasser reagierte. Die Ammoniak- und Methandämpfe konnten aber zügig unter Kontrolle gebracht werden.

Die Situation auf den Gleisen habe sich bis zum Montagmittag normalisiert, teilte eine Bahnsprecherin mit. Der erste ICE in Richtung Berlin habe den Göttinger Hauptbahnhof um 11.03 Uhr verlassen. Die Stadtverwaltung Göttingen warnt dagegen vor weiteren Beeinträchtigungen durch herabgefallene Äste und umgestürzte Bäume. Besonders betroffen sei der alte Bahndamm zwischen Siekhöhenallee und Groß Ellershausen. Hier würden die Mitarbeiter des Baubetriebshofes mehrere Tage benötigen, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Der Abschnitt ist bis dahin vollständig gesperrt.

Im Landkreis wurden 20 Einsätze verzeichnet, insbesondere in der Region um Dransfeld und Adelebsen. Auch das Eichsfeld ist nicht von Sturmschäden verschont geblieben. Zu einem Einsatz wegen eines auf die Straße gestürzten Baumes wurde die Ortsfeuerwehr am Sonntagabend gerufen. Der Verbindungsweg zwischen Rüdershausen und Hilkerode war in beiden Fahrtrichtungen blockiert, teilte Ortsbrandmeister Marc Lorenz am Montag mit.

Im Landkreis Northeim waren Feuerwehren und Rettungsdienste während des Unwetters im Dauereinsatz. Auch hier sind mehrere Bäume auf Straßen, Häuser und Autos gefallen. Auf der Bahnstrecke Hardegsen Richtung Northeim mussten mehrere Äste von den Gleisen geborgen werden, da der Zug kurz hinter Lutterhausen nicht mehr weiterfahren konnte. Die Fahrgäste mussten solange in dem Zug ausharren, bis die Strecke vom Bahnmanager wieder freigegeben wurde.

Von Jonas Rohde und Nadine Eckermann

Am Questenbergweg in Hann. Münden war eine Person im Aufzug eingeschlossen.

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