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Urteil gegen Bovender ist rechtskräftig

Mordversuch Urteil gegen Bovender ist rechtskräftig

Das Urteil wegen versuchten Mordes mit Bleiacetat und Quecksilber gegen einen inzwischen 45 Jahre alten Bovender ist rechtskräftig. Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes in Leipzig hat am 26. Januar den Revisionsantrag gegen das Urteil des Landgerichts Göttingen ohne nähere Begründung verworfen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Leipzig. Das Schwurgericht hatte im Juli 2015 den Immobilienkaufmann zu elfeinhalb Jahren Freiheitsentzug wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau verurteilt. Der Prozess war einer der spektakulärsten der vergangenen Jahre. Der Angeklagte hatte über einen längeren Zeitraum versucht, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau durch in Wein und Saft gemischtes Bleiacetat zu töten. Als die Frau zwar schwere gesundheitliche Beschwerden dadurch hatte, ihr beabsichtigter Tod dem Ehemann aber nicht schnell genug ging, brachte er zusätzlich Quecksilber in ihrem Auto und in dem von ihr bewohnten gemeinsamen Haus aus. Dadurch zog sich die Frau weitere schwere gesundheitliche Folgen zu, die sie teils auf Dauer schädigen werden. Auch das Wohnhaus ist auf Dauer unbewohnbar.

Das Landgericht hatte auf Mordversuch aus niederen Beweggründen und Heimtücke erkannt und die Höchststrafe nur gemildet, weil das Opfer überlebt hatte. Als Motiv nahm die Kammer Habgier und gekränkte Eitelkeit an, weil die Frau den 45-Jährigen verlassen hatte und dieser das nicht hinnehmen wollte. Die Verteidigung hatte das Urteil vom 23. Juli vergangenen Jahres auf Drängen des Angeklagten mit dem Rechtsmittel der Revision angefochten, damit jedoch keinen Erfolg. 

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