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Vortrag über Parasiten bei Kinder-Uni in Göttingen

Kein Entkommen Vortrag über Parasiten bei Kinder-Uni in Göttingen

Sie sind überall. In den Haaren, auf der Haut, im Darm, in Betten. Sie sind meterlang, sie sind mikroskopisch klein. Und eigentlich gibt es kein Entkommen vor ihnen – Parasiten. Über das Leben mit Parasiten hat Prof. Uwe Groß vom Institut für medizinische Mikrobiologie in seiner Kinder-Uni-Vorlesung „Wer isst von meinem Teller“ berichtet.

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Professor Uwe Groß ermöglicht den kleinen Studenten einen Blick auf winzige Lebensformen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Parasiten ernähren sich von Blut (Zecken, Mücken), Gewebe (Milben) oder der Nahrung ihres Wirtes (Bandwürmer). Dabei können einfach nur unangenehme Plagegeister sein, wie etwa Läuse. Oder dem Menschen gefährlich werden, etwa dann wenn sie wie Zecken oder Mücken Krankheiten übertragen. Während Zecken nur 1,5 Millimeter groß sind, oder Viren und Bakterien mit dem bloßen Auge nicht zu sehen sind, kann der Bandwurm im Darm des Menschen bis zu zehn Meter lang werden.

„Das Wort Parasit kommt eigentlich aus dem Altgriechischen“, erläutert Groß. „Para“ bedeute „neben“, „sitos“ „gemästet“. Ursprünglich sei damit ein Vorkoster bei Opferfesten gemeint, der ohne Leistung zu einer Speisung kam, sagt Groß.
Am Ende hatte der Wissenschaftler Tipps, wie Parasitenbefall und Krankheiten vermieden werden können. „Rohe Lebensmittel wie zum Beispiel Salate oder Früchte vor dem Essen immer waschen und kein rohes Fleisch essen“, riet der Mediziner. Wasser aus einem Bach oder Pfütze trinken, sei auch keine gute Idee. Hände häufig zu waschen, besonders nach Kontakt mit Tieren und vor dem Essen, hingegen schon. Nach einem Zeckenbiss rät er, den Parasiten so schnell wie möglich zu entfernen. In den Tropen sollte man sich unbedingt vor Mücken schützen.

Das sagen die Kinder zum Vortrag

Arielle kennt sich mit Parasiten aus. Die Neunjährige aus der Grundschule Herberhausen musste sich schon einmal um ihre Katze kümmern.  Flöhe hatten das Tier befallen. In der Vorlesung von Prof. Uwe Groß hat sie dennoch „eine Menge“ gelernt. Etwa, dass man aufpassen muss, damit man nicht von Läusen oder anderen Parasiten befallen wird.
Auch Arielles Freundin Cemille (9 Jahre) fand die Vorlesung „sehr schön“. „Ich wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Parasiten  gibt“, sagte die Herberhäuserin. „Richtig ekelig“ seien die Tiere mit ihren vielen Beinen oder schleimigen Körpern.
Den achtjährigen Jonas von der St.-Elisabeth-Schule kann das aber nicht schocken. „Die Parasiten sind doch gar nicht ekelig“, sagte er unbeeindruckt von dem Getier. Aber die Vorlesung hat ihm trotzdem sehr gut gefallen. Und was fand der Achtjährige am besten? „Alles“, sagt Jonas.

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