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Uwe Lührig neuer Präsident der Polizeidirektion Göttingen

Robert Kruse verabschiedet Uwe Lührig neuer Präsident der Polizeidirektion Göttingen

Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat ein altes Versprechen von Vorgänger Uwe Schünemann (CDU) eingelöst: Göttingens Polizeipräsident Robert Kruse wechselt nach Lüneburg, seinem Heimatort, wo er Nachfolger von Horst Niehörster (ehemals Göttinger Inspektionsleiter) wird.

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Uwe Lührig wird neuer Präsident der Polizeidirektion Göttingen.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. 552 000 Bahnkilometer hat Kruse in fünf Jahren und zwei Monaten im ICE zugebracht. Am Mittwoch, bei seiner Verabschiedung, war er vorerst letztmals in Göttingen. Seinen Präsidenten-Fahrschein übergab er Uwe Lührig.

Denn als Nachfolger hat der Minister  ebenfalls einen „alten Fahrensmann der Polizei“ eingeführt, der wie Kruse von einem ins andere Präsidentenamt eintritt: Lührig, Präsident der Zentralen Polizeidirektion, übernimmt den Job, für den „die Messlatte hoch liegt“ (Landrat Bernhard Reuter, SPD). Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) begrüßte den Neuen gleich damit: „Ich verspreche Ihnen eine unruhige Zeit.“

Doch Lührig, der 150 Gäste bei der Amtseinführung mit Jazz vom Polizeiorchester und „Schimanski-Suppe“ (Currywurst) verwöhnte, geht es gelassen an: Er sei „offen für konstruktiv kritische Zusammenarbeit“ versprach er. Weil er nicht neu ist in Südniedersachsen – er war schon einmal für ein halbes Jahr Stellvertreter Hans Wargels als Polizeipräsident –, fühle er sich „nach 14 Tagen schon heimisch in Göttingen“.

Lührig, dessen Flächenbehörde für 1,2 Millionen Menschen zwischen Hoya und Hann. Münden, der Weser und Walkenried zuständig ist, sagte aber auch gleich, was ihn besorge im neuen Amt: die vielen schwersten Unfälle sowie die sich häufenden Wohnungseinbrüche im ländlichen Bereich Göttingens.

Vorgänger Kruse ging in seiner Abschiedsrede auf eine andere Sorge ein. Dass Polizisten, die ihren  Beruf ergriffen hätten, „weil sie Idealisten sind“, häufig „bis tief hinein ins Private angefeindet werden“, sei nicht hinzunehmen. Die Polizei habe nach Recht und Gesetz zu handeln, auch wenn im gesellschaftlichen Diskurs „mehr Raum für Rechtsverstöße verlangt“ würde. Dennoch müsse sich jeder Beamte ans Gesetz halten. Denn: „Unser Verfassungsauftrag findet im Streifenwagen statt.“

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