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Anwältin erwartet Verfahren gegen Wedrins

Volkshochschule Göttingen Osterode Anwältin erwartet Verfahren gegen Wedrins

Der Ton in der VHS-Affäre wird rauer: Nun hat sich die Göttinger Rechtsanwältin Dinah Stollwerck-Bauer aus der Anwaltskanzlei RKM zu Wort gemeldet. Sie vertritt den abberufenen VHS-Geschäftsführer Thomas Eberwien. Stollwerck-Bauer betrachtet das Verhalten gegenüber ihrem Mandanten als Vorverurteilung.

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Quelle: SPF

Göttingen. Sie erwartet ein Ermittlungsverfahren gegen den stellvertretenden Vorsitzenden des VHS-Aufsichtsrates, Tom Wedrins.

Längst dreht sich der Streit nicht nur um die Frage nach etwaigem Fehlverhalten Eberwiens. Ein weiterer wesentlicher Streitpunkt ist die Rolle Wedrins'. Dieser hatte schon Ende vergangener Woche die fristlose Entlassung Eberwiens öffentlich ins Spiel gebracht, als Vorwürfe des VHS-Betriebsrates gegen den Geschäftsführer bekannt geworden waren. Die Arbeitnehmervertretung hatte Eberwien "erhebliche" Unregelmäßigkeiten in den Abrechnungen von Auslagen angekreidet.

 

In einem schriftlichen Statement bemängelt Stollwerck-Bauer vor allem die die Art und Weise des Umgangs mit ihrem Mandanten: "Der Zeitpunkt und die öffentlich betriebene Vorverurteilung meines Mandanten durch den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Tom Wedrins, bevor die sachliche Prüfung von der beauftragten WP-Gesellschaft und dem Rechtsanwalt abgeschlossen worden ist, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich sehe darin im Übrigen eine strafbare Handlung nach Paragrafen 93, 116, 404 Aktiengesetz und gehe davon aus, dass die Staatsanwaltschaft diesbezüglich ein Ermittlungsverfahren gegen Wedrins aufnimmt, wenn sie dies nicht schon getan hat."

 

Ob im Zusammenhang mit den Vorgängen um die VHS eine zusätzliche Anzeige eingegangen ist, konnte die Staatsanwaltschaft Göttingen auf Anfrage am Freitag nicht bestätigen. Wenn dem so wäre, würde diese in das Verfahren gegen Eberwien integriert. Gegen Eberwien hat die Staatsanwaltschaft Göttingen bereits am Montag, 5. September, die Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue aufgenommen. Wedrins wollte zu den Tageblatt-Fragen am Freitagabend keine Stellung nehmen.

Von Christoph Oppermann, Michael Brakemeier und Andreas Fuhrmann

 

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c.oppermann@goettinger-tageblatt.de / Twitter: @tooppermann

m.brakemeier@goettinger-tageblatt.de / Twitter: @soulmib

a.fuhrmann@goettinger-tageblatt.de / Twitter: @elba79

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