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VHS: Streit gewinnt an Tempo

Güntzler fordert Wedrins-Rücktritt VHS: Streit gewinnt an Tempo

Der Streit um die Vorwürfe gegen VHS-Geschäftsführer Thomas Eberwien gewinnt an Tempo. Am Montag, 5. September, 18 Uhr, tritt der Aufsichtsrat der Volkshochschule Göttingen Osterode gGmbH zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen.

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Der VHS-Betriebsrat wirft Eberwien Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung von Auslagen vor.

Quelle: Archiv

Göttingen. Das hat der Kreisdezernent und Aufsichtsratschef Marcel Riethig bestätigt. Hintergrund: Der VHS-Betriebsrat wirft Eberwien Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung von Auslagen vor. Auf der Tagesordnung des VHS-Kontrollgremiums stehen nach Riethigs Angaben folgende Punkte: Information über den aktuellen Sachstand und die Bewertung eventuell bereits vorliegender Erkenntnisse externer Prüfer. Außerdem solle eine gemeinsame Linie des Aufsichtsrates formuliert werden.

Diese war bislang nicht erkennbar. Riethig bisher letztes Statement zu den Vorwürfen gegen Eberwien: „Zum jetzigen Zeitpunkt liegen mir keine Beweise vor, dass der erweckte Eindruck, der Geschäftsführer habe der Gesellschaft geschadet, zutrifft.“ Sein Stellvertreter im Aufsichtsrat, Tom Wedrins, jedoch hatte öffentlich die fristlose Kündigung Eberwiens verlangt.

Unterdessen hat Fritz Güntzler, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Göttinger Kreis-CDU, den Wedrins-Rücktritt gefordert. Auch für den Geschäftsführer müsse zunächst die Unschuldvermutung gelten, so Güntzler. Es sei daher unverständlich und unverantwortlich wie Wedrins sich verhalte. Er komme seiner Fürsorgepflicht nicht nach, die für alle Mitarbeiter, auch den Geschäftsführer, gelte. „Es geht hier wohl nur um Wahlkampf“, vermutete der CDU-Politiker, lobte aber das Verhalten Riethigs, der wie Wedrins der SPD angehört, als „sehr verantwortungsvoll und seriös“. Wedrins stand am Sonntagabend für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen nicht zur Verfügung.

Die Antifaschistische Linke im Rat der Stadt Göttingen forderte unterdessen, Eberwien umgehend freizustellen, um eine lückenlose Aufklärung zu ermöglichen. Die Partei sprach von einem Vertuschungsversuch der SPD-Vertreter im Aufsichtsrat. Die Prüfung der Fakten sei innerhalb eines Tages möglich. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, müsse Eberwien fristlos gekündigt werden. Außerdem wird gefordert, dass Riethig und Wedrins „für ihre Drohungen“ öffentlich bei den VHS-Beschäftigten um Entschuldigung bitten. Es sei ein Skandal, „dass von der SPD versucht wird, die Aufklärung bis nach der Kommunalwahl zu verschleppen“, so Ratsherr Patrick Humke.

Das Bild „Wein trinken und Wasser predigen“ benutzte die Göttinger Linke in einer Pressemitteilung. Über Jahre hätten die Mitarbeiter der VHS mit einem Notlagen-Tarifvertrag leben und Gehaltskürzungen hinnehmen müssen. Besonders Eberwien habe das als notwendige Maßnahme in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verteidigt. Es sei dringend erforderlich, unverzüglich die Vorwürfe aufzuklären und gegebenenfalls auch die Konsequenzen zu ziehen. Den schwarzen Peter Mitarbeitern und Betriebsrat zuschieben zu wollen, „ist für uns unverständlich und schäbig“.to, bar

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