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Valentinstag: Großkampftag in der Göttinger Blumeninsel

Herz-Schmerz-Liebes-Potpourri Valentinstag: Großkampftag in der Göttinger Blumeninsel

Am 14. Februar ist Valentinstag ‒ der Tag der Liebenden. Aus den USA ist der Brauch, sich an diesem Tag mit Liebesgaben zu beschenken, auch nach Deutschland gelangt ‒ und wird immer populärer.

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Am Valentinstag verdoppelt sich das Arbeitspensum für Floristin Susanne Busch und ihre Kollegen.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Susanne Busch, Inhaberin der Blumeninsel Sudmeyer, hat Großkampftag. Am Valentinstag verkauft sie mit ihren Mitarbeiterinnen fast doppelt soviel Sträuße und bepflanzte Gefäße wie an normalen Wochenenden. Dazu die Fleurop-Aufträge, die bei Auslieferung rund um Göttingen am Sonnabend bis 14 Uhr entgegengenommen werden, bei Vermittlung in eine andere Stadt immerhin bis 12 Uhr.

Immer dabei: „Viele rote Rosen, die sind sehr gefragt zum Valentinstag“, sagt Floristin Busch. Seit dem Mittelalter steht die Rose sinnbildlich für Liebe und Leidenschaft. Schon das Fleurop-Sortiment liest sich wie ein Herz-Schmerz-Liebes-Potpourri: „I‘ll always love you“ vereint Rosen, Tulpen, Anemonen und Santinis. „Love is in the air“ ist ein Sträußchen, in dem drei rote Rosen ein wenig grünes Beiwerk dominieren. „Love of my life“ ist der teuerste florale Liebesschwur: Für satte 380 Euro wird Rose an Rose zu einem flammendroten Herz zusammengesteckt.

Aber nicht jeder mag opulente Sträuße: „Viele kaufen auch einzelne Rosen“, berichtet Erika Sudmeyer, frühere Inhaberin der Blumeninsel, die ihre Tochter und Nachfolgerin Susanne Busch aus Anlass des Valentinstages unterstützt. Denn die 47-Jährige hat mit ihren Mitarbeiterinnen gut zu tun, um die Kunden mit Valentinstags-Sträußen zu versorgen. Schon am Freitag beginnt der Ansturm. „Nachts muss ich dann noch einmal Blumen nachbestellen“, erzählt Busch. Und am Valentinstag früh morgens von 7 Uhr an weredn unzählige Sträuße und andere Gebinde produziert.

Während der Geschäfts-zeiten berät sie die unentschlossenen Kunden. Wie etwa den Landkreisbewohner „aus dem höchstgelegenen Dorf des Weserberglands“. Der Kunde ist froh, dass er daran gedacht hat, die Valentinstags-Gabe zu besorgen. „Ich habe es auch schon mal vergessen“, gibt er zu. Ob das Versäumnis der Vergangenheit Folgen hatte, verrät der Blumenkäufer nicht.

Geschenktipps: T-Shirts, edle Tröpfchen und Tattoos

Göttingen. Wie Weihnachten ist der Valentinstag ganz plötzlich da. Nicht nur, dass noch kein Geschenk vorhanden ist, sondern es ist viel schlimmer: Die Idee fehlt. Diese muss na­tür­lich auf die Schnelle reali­sierbar und trotzdem besonders sein. Die Klassiker wie Rosen, Pra­linen, Schmuck, Par­fume oder Aftershave fallen also weg. Das Göttinger Tageblatt hat ein paar Tipps zusam­men­ge­tra­gen, die bei diesem Dilem­ma Ab­hilfe schaffen können.

Liebe geht be­kann­ter­maßen unter die Haut, doch am Valentinstag könnte sie auch auf die Haut kommen. Ein passendes Tattoo wäre die Möglichkeit der Liebsten oder dem Liebsten zu zeigen, wie ernst es mit der Liebe ist. Das Tattoo-Studio Jenny B, Rote Straße 10, hilft dabei.

Falls nicht die eigene Haut herhalten soll: Wie wäre es mit einem bedruckten T-Shirt? Angeboten wird dies beim Flockhaus, Gotmarstraße 10. Das geht schneller – in dringenden Fällen dauert es nur 30 Minuten – und ist weniger schmerz­haft. Doch muss es nicht bei der Klei­dung bleiben. So ist es heute auch möglich geheime  Liebes­bot­schaften per QR-Code auf Kissenbezügen oder Taschen zu ver­breiten.

Eine weitere Option wäre, die Liebe durch den Magen, mit einem ausge­wähl­ten Tröpf­chen, fließen zu lassen. Das Fass, Lange Geismarstraße 30, bietet hierfür eine breite Aus­wahl.

Wer spontan in die Ferne möchte, kann alternativ eine romantische Reise für Zwei in ein Hotel oder warme Gefilde bei Tui, Pau­li­ner­stra­ße 13, buchen.

bl

 
Filmtipps

Für Romantiker: Valentinstag (2010, Valentine’s Day) ist eine Liebeskomödie aus dem Jahr 2010 von Regisseur Garry Marshall. Der Film handelt von Menschen am Valentinstag, die über verschiedene Wege eine Verbindung zueinander haben. Im Mittelpunkt stehen Wendepunkte in den romantischen Beziehungen mehrerer Paare, die sich alle am Valentinstag ereignen.

Für Mystiker: Picknick am Valentinstag (1975, Picnic at Hanging Rock) ist ein australischer Spielfilm von Peter Weir. Am Valentinstag 1900 verschwinden drei junge Mädchen am Hanging Rock unter mysteriösen Umständen. Die Suche verläuft zunächst ergebnislos. Als eines der Mädchen wiedergefunden wird, kann sie sich an nichts erinnern.

Für Paten-Fans: Chicago-Massaker (1967, The St. Valentine‘s Day Massacre) um  den Gangster und Killer George „Bugs“ Moran, der die Alleinherrschaft in der Unterwelt Chicagos anstrebt. Al Capone, fürchtet um seine Stellung und liefert sich einen blutigen Kampf mit der Bande von Bugs Moran, der am 14. Februar 1929 im sogenannten St.-Valentins-Massaker gipfelt, komödiantisch aufgegriffen auch in „Some Like It Hot“ von Billy Wilder.

kk

 
Fakten zum
 Valentinstag

Nach einer auf der Internetseite helpling.de zusammengefassten Studie von TNS Emnid:

  • würden 53 Prozent der Frauen weltweit Schluss machen, wenn ihr Freund ihnen nichts zum Valentinstag schenkt;
  • beträgt der Umsatz der Floristen am Valentinstag 120 bis 130 Millionen Euro – doppelt soviel wie an anderen Tagen;
  • glauben 55 Prozent der Befragten, dass Liebe auf den ersten Blick funktioniert, 75 Prozent glauben sogar an die Liebe fürs Leben;
  • freuen sich 68 Prozent der Deutschen über romantische Geschenke zum Valentinstag;
  • wünschen sich Frauen in erster Linie (zu 39 Prozent) nicht Blumen oder Geschenke, sondern vor allem mehr Hilfe im Haushalt;
  • sind 20 Prozent der Deutschen sauer, wenn es kein Geschenk zum Valentinstag gibt.

Gedenktag für Bischof Valentin
Bischof Valentin von Terni soll Paare miteinander vermählt haben, die laut kaiserlichen Befehls nicht heiraten durften. Die jungen Ehepaare beschenkte er mit Blumen aus seinem Garten. Am 14. Februar des Jahres 269 wurde er wegen seines christlichen Glaubens enthauptet – eine der Legenden, die sich um den Valentinstag ranken.

Der Gedenktag wurde von Papst Gelasius I. 469 für die Kirche eingeführt, 1969 jedoch aus dem römischen Generalkalender gestrichen. Seit dem 15. Jahrhundert bildeten sich in England Valentinspaare, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schickten. Im Viktorianischen Zeitalter kam unter den Liebenden der Brauch auf, dekorierte Karten zu verschicken.

Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die Vereinigten Staaten. Durch US-Soldaten kam er nach dem Zweiten Weltkrieg in den westlichen Teil Deutschlands.

kk

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