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Vater aus Northeim wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt

Die eigenen Kinder missbraucht Vater aus Northeim wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt

Weil er seine eigenen Kinder jahrelang missbraucht haben soll, muss sich demnächst ein 36-jähriger Mann aus dem Landkreis Northeim vor dem Landgericht Göttingen verantworten.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Die Staatsanwaltschaft  Göttingen hat den Vater wegen insgesamt 28 Taten angeklagt. In den meisten Fällen sollen seine drei leiblichen Kinder – zwei Jungen und ein Mädchen - die Opfer gewesen sein. Die Kinder, die heute zwischen zwei und zehn Jahren alt sind, waren laut Anklage teilweise noch im Säuglingsalter, als er sie missbraucht haben soll. Im vergangenen Jahr soll er sich außerdem an einem weiteren Jungen vergangen haben, der damals ein Jahr alt war. Der 36-Jährige soll ferner Aufnahmen von diesen Taten gemacht und diese an verschiedene Tauschpartner im Internet versandt haben. Er ist deshalb auch wegen des Beschaffens und der Verbreitung kinderpornographischer Schriften angeklagt.

Die Polizei hatte den 36-Jährigen im Juni in seiner Wohnung im Landkreis Northeim festgenommen, er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Ermittler waren ihm bei der Auswertung eines sichergestellten Rechners eines Tauschpartners auf die Spur gekommen. Bei weiteren verdeckten Ermittlungen im Internet konnten sie ihn dann identifizieren.

Der 36-Jährige soll die Missbrauchshandlungen über einen Zeitraum von zehn Jahren bis zu seiner Verhaftung im Sommer dieses Jahres begangen haben. Dabei soll er sich auch über eine Anordnung des Jugendamtes hinweggesetzt haben. Die Behörde hatte Anfang 2012 nach einer Entscheidung des Familiengerichts verfügt, dass der Vater die Kinder nur noch in Begleitung eines Sozialpädagogen besuchen durfte. Der 36-Jährige lebte seit 2011 von seiner Familie getrennt. Die Mutter der Kinder soll die Behörden nicht darüber informiert haben, dass er trotz des Verbots die Familie ohne Begleitung besuchte.

Gegen den 36-Jährigen war nach Angaben der Staatsanwaltschaft bereits schon einmal wegen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornographischer Schriften ermittelt worden. Damals hatten die Ermittler jedoch offenbar keine ausreichenden Beweise gehabt, so dass das Verfahren eingestellt wurde.

Von Heidi Niemann

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