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Vatertags-Touren in Göttingen mit viel Bier

Aufgemöbelte Bollerwagen Vatertags-Touren in Göttingen mit viel Bier

Viele Menschen, haben am Donnerstag Vatertag gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein sind sie in der Region unterwegs gewesen, meist mit Bier, häufig mit Schnaps, und so gut wie immer mit ganz viel guter Laune.

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Feuchtfröhlich am Vatertag unterwegs: der Junggesellenverein Mengershausen.

Quelle: Heller

Lemshausen/Göttingen. Bei Klein Schneen trafen die 15 Mitglieder der Gruppe „Himmelfahrtskommando“ mit ihrem „Eskalationsbollerwagen“, in dem sich 105 Liter Gerstensaft befanden, auf eine Gruppe aus Marzhausen (Hessen). Selbstverständlich wurde sofort Brüderschaft getrunken. Auch in Rosdorf trafen zwei Gruppen zufällig aufeinander, die eine aus Göttingen, die andere aus Sieboldshausen. Zu krachend-lauter Schlagermusik – die auf einem Bierwagen befestigte Musikbox der Sieboldshäuser war 1400 Watt stark – wurde sogleich Flunkyball gespielt, eine Art Kegeln, bei dem Bierflaschen die Pins darstellen. Dabei waren sie alle so konzentriert bei der Sache, dass niemand den jungen Mann im weißen Leinenanzug bemerkte, der erst die K29, dann den Flüthedamm entlang torkelte.

Foto: Heller

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Ganz große Stimmung herrschte in Lemshausen, wo der Junggesellenverein Mengershausen mit elf Mann und „Schwester Lucy“ feierte. Wobei letztere keine wirkliche Schwester ist, sondern ein selbstgebauter Bierwagen, bestückt mit 75 Liter Hellem, Zapfanlage, Kühlfach sowie einem Holzkohlegrill. Weil Marius Brückner vergessen hatte, die Kohlensäureflasche zuzumachen und das Bier nur wenig schäumte, musste der 18-Jährige für den Rest des Tages die Hasskappe – ein in der Mitte durchgeschnittener Fußball – tragen. Eigentlich hätte der Vereins-Frauenbeauftragte Tim „Pritsche“ Wissel ja eingreifen müssen, als aus dem Lautsprecher Mickie Krauses „Zehn nackte Frisösen“ erklang, aber der 19-Jährige drückte, weil Vatertag war, ausnahmsweise ein Auge zu.

Mächtig was los war auch am Kiessee: Die Liegewiesen waren voll, und zwar nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen. Dorina (26) und ihre fünf Freundinnen waren wegen der „heißen Männer“ gekommen. Aber davon hätten sie nicht viele zu sehen bekommen, konstatierte die kaufmännische Angestellte enttäuscht. Zum Bootfahren angereist waren dagegen sieben junge Frauen aus dem Eichsfeld. Ihre Freunde hatten sie zuhause gelassen, wie Hannah (20) berichtete: „Die haben heute Putztag.“ Auch wenn die meisten ordentlich feierten: Ein paar Menschen hielten sich vom Trubel fern. So wie Markus Wolff (22), der am Kiessee Hechte angelte: „es gibt nichts, was entspannender wäre.“

Himmelfahrtsgottesdienst im Dreiländereck
Hottenrode. Landesbischof Ralf Meister hat am Donnerstag den Himmelfahrtsgottesdienst vor der Kirche Hottenrode im Dreiländereck von Hessen, Niedersachsen und Thüringen zelebriert. Um die 250 Besucher verfolgten seine Predigt.
Pastor Diemo Rollert hatte den Gottesdienst eröffnet, der von Posaunenchören aus Friedland, Groß Schneen und Reckershausen sowie dem Chor Friedland begleitet wurde. Bischof Meister startete seine Predigt mit Gedanken zur Farbe Blau und konnte sich dabei einen Scherz über Vatertagsgebräuche nicht verkneifen: „Blau ist auch das Ziel der Menschen, die heute mit dem Leiterwagen umherfahren.“ Ernster betrachtet, sei Blau eine doppeldeutige Farbe, die Nähe und zugleich Ferne widerspiegele und somit auch an Himmelfahrt erinnere: „Christus musste gehen, damit sein Geist kommt.“ In der Hottenröder Kirche wird jährlich der zentrale Himmelfahrts-Gottesdienst für die umliegenden Gemeinden abgehalten. hein
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