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Venezia-Sterne, Stollen und sonniges Irrlicht

Weihnachtsmärkte vor dem Advent Venezia-Sterne, Stollen und sonniges Irrlicht

Es duftet nach frischen Tannenzweigen, Sand und Bratwurst. Auch wenn es für die Jahreszeit viel zu warm und trocken ist, stimmen die ersten Weihnachtsmärkte auf die bevorstehende Adventszeit ein.

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Hat eine besondere Atmosphäre: Weihnachtsmarkt in der Reithalle in Bremke.

Quelle: Heller

Bremke. Die Sonne wirft ein fast mystisches Licht durch die milchigen Fenster der Bremker Reithalle. „Jetzt kann ich mich doch langsam auf die Adventszeit freuen“, sagt Heidemarie Kramer und zeigt ihren gerade gekauften Kranz mit dicken goldenen Kerzen. Eine Woche vor dem ersten Advent haben am Sonntag die ersten Märkte zum besinnlichen Stöbern und Plaudern gelockt – in Bremke ebenso wie in Herberhausen, Waake und Lenglern.

Der Trend ist unverkennbar: Christbaumkugeln und Grußkarten sind out, Handarbeit mit Stoff gibt es in diesem Jahr dafür um so mehr – von gehäkelten und gestrickten Mützen über Filzschuhe bis zu genähten Sorgenfressern mit Reißverschlusstasche für den Sorgenzettel. „Ich nähe einfach gerne und viel, das ist mein Hobby“, sagt Tanja Heirich. Jetzt bietet sie ihre Sorgenfresser, Halswärmer, Portemonnaies und Stifterollen in der Bremker Reithalle an. Zwei Stände weiter verkauft Marianne Kunz aus Diemarden selbst gebackenen Stollen mit Mandeln, Marzipan oder Cranberries – ein eher seltenes Angebot auf den Märkten. Auch eine andere Tradition scheint wieder zu kommen: Vorsichtig trägt Mike Tschirner einen Venezia-Stern nach Hause, „ein Geschenk für meine Oma“, sagt der Schüler. Vier bis sechs Stunden schneidet, faltet, klebt und lackiert Doris Casper aus Bremke an den Sternen mit ihren auffällig langen und spitzen Strahlen, die sie jetzt an ihrem Stand verkauft.

Mehr als 20 Hobby-Bastler und Händler verteilen sich mit ihren Auslagen in der Bremker Halle. Fast alle kommen aus dem Dorf oder einem der Nachbarorte. Man kennt sich und man plaudert – spätestens an der Kuchen- und Suppenausgabe. Und viele freuen sich doch schon ein wenig auf Weihnachten. 

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